Clubreise

PROBUS Club Kaarst                 

Thüringen-Reise vom 31.08. – 05. 09. 2016

Diese Reise wurde von den Probusfreunden Hermann Meisel, Christian Scholz und Ottmar Teufel organisiert. 

Freitag, 31.8. 2016 – Erster Tag 

Unsere Reise begann schon vielversprechend: Bestes Wetter, pünktliche Abfahrt  und gute Stimmung.

Ottmar gab uns zunächst einen sehr interessanten Bericht über die Geschichte Thüringens. Das heutige Thüringen entstand eigentlich durch Erbteilung im Jahre 1485. Es wurde im Laufe der Jahre durch weitere Erbteilungen in einen unwahrscheinlichen Flickenteppich zerstückelt. Jeder der Lokalfürsten versuchte seinen Nachbar beim Bau von Schlössern, Gärten, Theatern etc. zu übertreffen und förderte Dichter und Kultur, was uns heute den Reichtum an diesen schönen Dingen in Thüringen beschert.

Nach einer kurzen Rast am Biggekopf-Rastplatz ging es weiter, zum Teil über sehr schöne Landstraßen, nach Berka/Werra, wo wir im Gasthof Zur Post freundlich empfangen wurden und im Sonnenschein im Hof unser Mittagessen einnahmen. Wir fuhren dann weiter nach Weimar, wo wir zu spät eintrafen, um – wie geplant – zunächst im Hotel einzuchecken. Wir fuhren also direkt zur Anna-Amalia-Bibliothek. Frau Schulze führte uns dann sehr kompetent in die Geschichte der Bibliothek ein. Sie geht zurück auf die private Bibliothek des Herzogs im Weimarer Stadtschloss, wurde jedoch im Laufe der Zeit vergrößert und zog schließlich 1766 in das grüne Schloss um.

Es ist der jungen Herzogin Anna-Amalia, die mit 19 Jahren schon Witwe wurde und bis 1775 den kleinen Staat regierte, zu verdanken, dass das grüne Schloss zu einer Bibliothek umgebaut wurde. Der vom ersten Stock bis zum Mansardengeschoss reichende Rokokosaal war jetzt das Glanzstück des neugestalteten Baus. Die Bibliothek wurde weiter ausgebaut und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Bestand der Bücher wuchs von ca. 30.000 Bänden im Jahre 1766 auf etwa 80.000 im Jahr 1832. Die Leitung der Bibliothek wurde von Anna Amalia`s Sohn, Herzog Carl August, 1797 Goethe und seinem Ministerkollegen Voigt übertragen, die die Organisation modernisierten und den Bestand aufbauten, so dass sie zu der Zeit zu den ersten Bibliotheken Deutschlands gehörten.

Am 2. September 2004 zerstörte ein Brand einen großen Teil des Gebäudes und etwa 50.000 Bücher. Der Wiederaufbau dauerte viele Jahre und die Wiederherstellung der beschädigten Bücher dauert immer noch an. Wir konnten den Rokokosaal besichtigen, der im alten Glanz erstrahlt, mussten aber auch feststellen, dass sehr viele der dort alt aussehenden Bücher nur Attrappen sind.

Nach dieser Führung checkten wir im Hotel ein, ruhten etwas aus und machten uns frisch und schlenderten gegen 19.00 Uhr durch die Altstadt von Weimar zum Restaurant Erbenhof, wo wir ein gutes Abendessen genossen.

Donnerstag, 1. Sept. – Bad Langensalza & Wartburg 

Am heutigen 2.Tag unserer Reise besuchten wir Bad Langensalza eine Kurstadt im Unstrut-Hainich –Kreis in Thüringen.10 Parks und Themengärten machen Bad Langensalza zu einer grünen Oase am Rande des Nationalparks Hainich. Im Jahre 2011 gewann die Stadt den Titel“ Blühendste Stadt Europas“ im „Wettbewerb Entente Florale Europe“.

Wir wurden am Busparkplatz am Rosengarten von unserer Stadtführerin empfangen. Wir starteten im Schloßpark der Herzogin Friederike von Sachsen-Weißenfels und wandelten auf Ihren Spuren. Der Garten wurde 1749-1751 nach den Wünschen der Herzogin angelegt.

Der Weg führte uns weiter in die Altstadt. Vorbei an dem dominierenstem Bauwerk der Altstadt der Marktkirche. Sie wurde im gotischen Stil aus Langensalzaer Travertin errichtet und gehört zu den größten Stadtkirchen in Thüringen. Nächster Halt war das Rathaus. Hier erfuhren wir etwas über den geschichtlichen Hintergrund der Stadt. Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wurde erstmals ein Ort namens Salza. Im Jahr 1070 stiftete Ludwig der Springer aus dem Geschlecht der Ludowinger die Liebfrauenkirche in Salza. Nach der sächsischen Erbteilung im Jahr 1485 gehörten Stadt und Amt Salza zum albertinischen Herzogtum Sachsen. Nach dem Wiener Kongress kam Langensalza 1815 durch die Aufteilung Sachsens zu Preußen. Der Weg führte uns weiter vorbei an schönen Fachwerkhäusern zum Tuffsteingewölbe und zum nackten Reiter an dem die Führung endete.

Der Nachmittag führte uns über Eisenach zur Wartburg. Die Wartburg wurde 1067 von Ludwig dem Springer gegründet und gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wir starteten die Führung im Palas der Wartburg. Unter Hermann I. (1190–1216) erlebte die Wartburg ihre Blütezeit. Als ein vermögender Förderer der Kunst und Kultur machte er die Burg zu einem Anziehungspunkt für Künstler und zur Hauptstätte der deutschen Dichtung, vor diesem realen Hintergrund wird sie zum angeblichen Schauplatz des sagenhaften Sängerkrieges. Bis 1228 lebte die ungarische Königstochter Elisabeth (Heilige Elisabeth) als Frau (seit 1227 als Witwe) des Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen auf der Wartburg. Vom 4. Mai 1521 bis 1. März 1522 war Martin Luther auf der Wartburg als Junker Jörg. Den Höhepunkt der Führung bildete der große Festsaal. Dieser Festsaal ist einen der bekanntesten Konzertsälen Thüringens. Wesentlichen Anteil an dessen Erfolg hat die Akustik des Gebäudes. Sie ist auch das Werk von Franz Liszt, der beim Ausbau des Palas zum Konzertsaal im Auftrag des Weimarer Herzoghauses sein musikalisches Können und Fachwissen bei der Ausgestaltung des Festsaales einbrachte.

Den Abend beendeten wir mit einem Essen im Theater Kaffee. Das Essen wurde durch eine Lesung einer hervorragenden Künstlerin bereichert. Sie verzauberte uns mit Episoden aus dem Leben von Johann Wolfgang von Goethe und Lesungen aus diversen Briefen an Charlotte von Stein und an seiner späteren Frau Christiane Vulpius.

Ein schöner Tag bekam einen besonderen Abschluss. 

Freitag, 2. September – Landeshauptstadt Erfurt

Nach dem Frühstück brachte uns der Bus nach Erfurt. Wir kamen gut durch, so dass wir noch über den Markt auf dem Domplatz bummeln und den Anblick des Erfurter Doms und der Severi-Kirche über uns auf dem Berg genießen konnten. Um 10,00 Uhr trafen wir unsere Stadtführerin Frau Kunzendorf, Sie begleitete uns während des Vormittags, zunächst bei der 1,5 stündigen Rundfahrt mit der historischen Straßenbahn.

Wir fuhren zunächst nach Norden zur Universität. Die alte Universität Erfurt wurde aufgrund einer Stiftungsurkunde des Papstes Urban VI. vom 4. Mai 1389 errichtet und in der zweiten Woche nach Ostern 1392 offiziell eröffnet. Bis zu ihrer Schließung 1816 weist sie die längste Hochschultradition in Deutschland auf. Einer ihrer bekanntesten Studenten war Martin Luther, welcher dort 1502 sein Bakkalaureus-Examen ablegte. Nach der Wiedervereinigung erfolgte 1994 die Neugründung. Die zu DDR-Zeiten begründete Pädagogische Hochschule sowie weitere Einrichtungen gingen in der wiedererrichteten Universität auf.

Dann ging es zurück zum Domplatz und durch die Altstadt zum Hauptbahnhof, zum Thüringischen Landtag und zum Stadtpark. Gegenüber dem Bahnhof liegt der berühmte Erfurter Hof. Mit dem Sprechchor „Willy Brandt ans Fenster!“ jubelten am Vormittag des 19. März 1970 tausende DDR-Bürger dem Kanzler der Bundesrepublik zu. Das Hotel ist heute ein Geschäftshaus. Auf dem Dach wurde ein Denkmal in Form einer Leuchtschrift errichtet: „Willy Brandt ans Fenster“.

Wir fuhren wieder zurück durch die Altstadt und um den Dom herum nach Südwesten zum Messegelände. Dabei kamen wir an der Staatskanzlei, dem Dienstsitz des Ministerpräsidenten, und dem MDR, dem Mitteldeutschen Rundfunk, vorbei. Die Messe Erfurt ist nach Leipzig der zweitgrößte Messestandort in den neuen Bundesländern. In dem angeschlossenen Congress-Center finden 1.600 Personen Platz.

Zwischendurch erfuhren wir viel über die Geschichte der Stadt. Erfurt (Erphesfurt) wurde 742 im Zusammenhang mit der Errichtung des Bistums Erfurt durch Bonifatius erstmals urkundlich erwähnt – schon damals als Großsiedlung. Im Mittelalter hatte die Stadt ein hohes Maß an Autonomie. Das änderte sich mit der gewaltsamen Unterwerfung durch den Erzbischof von Mainz 1664. Im Jahr 1802 wurde Erfurt Teil Preußens – mit Ausnahme der Zeit von 1806 bis 1814, als es als Fürstentum Erfurt direkt unter französischer Herrschaft stand – und blieb es bis 1945.

Unsere Rundfahrt endete in der Altstadt an der Krämerbrücke. Sie ist das älteste nicht kirchliche Bauwerk Erfurts und zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt mit einer beidseitigen, geschlossenen Brückenbebauung mit Fachwerkhäusern. Die Fußgängerbrücke überspannt die Gera, die hier Breitstrom genannt wird. Auf unserem Rundgang lernten wir Erfurter Spezialitäten kennen: Im „BorN-SenF-LadeN“ am Wenige Markt den Erfurter Senf, auf der Brücke in einem kleinen Laden „Lust auf Thüringen“ Wurst, Käse und Eierlikör, in dem Weinhandel „l’escargot“ Unstrut-Riesling und schließlich in der Goldhelm Schokoladen-Manufaktur im Werkstattcafé hinter der Krämerbrücke einen Brücken-Trüffel mit Schokolade umhüllt.

Zum Mittagessen trafen wir uns im „Augustiner“ mit Blick auf die Krämerbrücke, wo es untypisch für die Gegend bayerisches Bier gab.

Am Nachmittag stiegen wir die 70 Stufen des Dombergs zur Marienkirche, dem Erfurter Dom, empor. Dort erwartete uns Frau Kesting zu einer einstündigen Domführung. Der Erfurter Dom ist der wichtigste und älteste Kirchenbau in Erfurt.  Er diente nur kurze Zeit in der Mitte des 8. Jahrhunderts als Bischofssitz und war das gesamte Mittelalter über bis in das frühe 19. Jahrhundert hinein Sitz des Kollegiatstifts St. Marien. Seit 1994 ist er wieder Kathedrale des neugeschaffenen Bistums Erfurt und Sitz des Domkapitals

Die heutige Kirche bestand bereits 1170. Aus dieser Zeit stammen die ältesten Ausstellungsstücke des Doms, der sogenannte Wolfram und die romanische Madonna aus Stuck, die beide um 1160 datiert werden. Bei Wolfram handelt es sich um die Bronze-Freiplastik eines Leuchterträgers, die vermutlich in der Magdeburger Gießhütte entstand und eine der ältesten freistehenden Bronzeskulpturen in Deutschland überhaupt ist. Die Kirche wurde in Gotischer Zeit mehrfach erweitert und umgebaut. Zwischen 1697 und 1706 wurde der gewaltige barocke Hochaltar geschaffen und im Chor aufgestellt, um den liturgischen Feiern einen pompöseren Rahmen zu geben und den Sieg des Mainzer Erzbischofs über die evangelische Stadt nach außen zu demonstrieren.

Nach der Führung blieb gerade noch Zeit, einen Blick in die benachbarte Severi-Kirche zu werfen. Aufgrund ihrer ungewöhnlichen Bauform, die die spätgotische Hallenkirche vorwegzunehmen scheint, gehört die Severikirche zu den bedeutendsten gotischen Bauten in Deutschland. In einem künstlerisch sehr bedeutenden Sarkophag ruhen die Gebeine des Kirchenpatrons Severus von Ravenna.

Dann ging es zurück nach Weimar. Um 19,00 Uhr trafen wir uns zum Abendessen im Schwarzen Bär, direkt neben dem berühmten Hotel Elephant. Als Gäste nahmen Prof. Dr. Wolfgang Lück und seine Frau Elke an dem Essen teil. Herr Lück ist ein bekannter Wirtschaftswissenschaftler und Mitglied des Rotary-Clubs Weimar-Bauhaus. Er war vor einigen Jahren, wie unser Präsident Adolf, Governor mit der Aufgabe, Rotary Clubs anzuleiten, zu motivieren und zu beraten.

                         Samstag, 3. Sept. – Saalfeld & Feengrotten 

Es ist wieder, wie in den Tagen davor, Probus-Wetter. Heute geht es nach Saalfeld an der Saale. Ein Ausspruch lautet: Was wäre Thüringen ohne die Saale mit ihren sagenumwogenen Burgen. Bei der Anfahrt von ca. einer Stunde kreuzen wir einige male einen hier ziemlich unspektakulären Fluß.

In Saalfeld erwartet uns unsere Stadtführerin Frau Gallinat.

Schon im 9. Jahrhundert stand hier ein karolingischer Königshof. Zweihundert Jahre später wurde von dem Bischof von Köln ein Benediktiner Kloster gegründet. Dies entwickelte sich schnell zu einem Ort. 1180 kam es dann zur Stadtgründung durch König Barbarossa. Der Abbau von Erzen und Mineralien in den kommenden Jahrhunderten brachte der Stadt Wohlstand. Im späten Mittelalter entstanden dann auch schöne Bauten wie das prächtige Rathaus, die schöne Hofapotheke. Die eindrucksvolle Stadtkirche gehört zu den schönsten Hallenkirchen in Thüringen. Das Chorgewölbe ist mit Ornamenten, Blumen und Blättern ausgemalt. Die Fresken des 16.Jh. stellen die göttliche „Himmelswiese“ dar. Der großzügige Markt wird mit seinen Laubengängen an der Nordseite abgeschlossen. Hier verkauften früher die Händler ihre Waren. Weiter sehenswert sind noch viele interessante Bürgerhäuser, Teile der alten Stadtmauer mit Stadttoren und Stadttürmen, ein Barockschloß, das, wie einst das Karolinger-Kloster, auf dem Petersberg steht. Heute tagt hier der Rat des Volkes.

Unser Mittagessen war im historischen Restaurant „Das Loch“ bestellt. Leider war unsere Bestellung wohl im Loch verschwunden (es gibt doch „Schwarze Löcher!). Letztlich wurden jedoch alle satt und wir konnten rechtzeitig unsere Reise zu der größten Saalfelder Sehenswürdigkeit, den „Feengrotten“, fortsetzen.

In einem Bergwerk aus dem Mittelalter, in dem Alaun abgebaut wurde, entstanden Tropfsteinhöhlen. Die bunten Farben der Tropfsteine entwickelten sich durch Oxydation der im Wasser gelösten Mineralien.

Wir wurden mit Umhängen und Zwergen-Mützen ausgerüstet. Dann ging es durch schmale, in den Felsen gehauene Gänge, viele hundert Meter in den Berg hinein bis zu den Höhlen. In der schönsten und größten Höhle – dem Märchendom – wurde die Farbenpracht mit Lichtern herausgearbeitet und mit Musik unterlegt – eine perfekte Multimedia-Schau. Es gab wohl niemanden, der nicht beeindruckt war.

Dann folgte das Erholungsprogramm für den Tag: Eine Schiffsrundfahrt auf der „Hohenwarte-Talsperre“ mit Kaffee und Kuchen.

Die Talsperre dient der Ökostromgewinnung und der Wasserstands-Regulierung für die Saale.

Da heute schon der letzte Abend in Weimar war, stand das traditionelle Abschiedsessen auf dem Abendprogramm. Der schöne Abend wurde mit einem  hervorragenden 3 Gänge Menü umrahmt.

Sonntag, 4. September – Letzter Tag 

Schon um 8.30 Uhr mussten wir zur Abfahrt und zum Abschied vom schönen Hotel Russischer Hof in Weimar mit Gepäck an Bord unseres Busses sein. Alle waren da und erstaunlich munter. Hauptgesprächsthema war zunächst das Wetter. Ob wohl das angekündigte Tief noch ein paar Stunden warten würde, damit wir das Europarosarium in Sangerhausen ohne Regenschirm genießen können???  Die ganze Woche über hatten wir doch bestes Probuswetter!

Über die Autobahn, an Erfurt vorbei, erreichten wir nach ca. 100 km unser Ziel. Nach kurzer Wartezeit erschien unsere Führerin, Frau Klinke, die uns dann auf ihre Art, gewissermaßen „Rosenkunde für Gartenfreunde“, mit der Entwicklung des Rosariums, seinen Aufgaben und mit den verschiedenen Gruppierungen und besonderen Sorten des riesigen „Reiches der Rosen“ vertraut machte.

Die Gründung eines Rosariums wurde vom Verein deutscher Rosenfreunde -VDR- 1897 als Sammelstelle für neu eingeführte Sorten aus aller Welt angeregt und 1903 mit 1,5 ha für die Öffentlichkeit geöffnet. Viele Züchter stifteten im Laufe der Jahre ihre privaten Sammlungen. 1927 fand die erste Neuheitenprüfung statt, die bis heute mit dem Siegel „VDR-Rose“, die Garantie für Sortenechtheit, Qualität und weitgehende Krankheitsresistenz (Mehltau) gibt. Schon 1939 wurde das Rosarium auf 12,5 ha mit 5000 Sorten erweitert. 1947 mussten tausende Jungpflanzen und die Bibliothek des VDR als Reperationsleistung zum Aufbau eines Rosariums in Moskau abgegeben werden. In der DDR war es zusammen mit der EGA Erfurt  ein internationales Prestigeobjekt . 1993 wurde es zum Europa Rosarium und Sangerhausen zur deutschen Rosenstadt ernannt. Zum 100. Geburtstag, 2003 erhielt das R. mit einer umfangreichen Neugestaltung den „Award of Garden Excellenz“ des Weltrosenvereins. Es ist eine einmalige, lebendige Enzyklopädie, die mit Absicht nach S. gelegt wurde, da mit den dortigen Klimaverhältnissen(kalte Winter, heiße Sommer) ein Härtetest verbunden war und ist, der sehr wichtig für die Anbauempfehlung ist.

Nachdem wir im Restaurant „Schwarze Rose“ das Mittagesssen eingenommen hatten, ging es weiter zum 20 km entfernten Kyffhäuserdenkmal, eigentlich ein  Denkmal für Kaiser Wilhelm auf dem Kyffhäuser, ein kleiner Gebirgszug, 60 qkm, im ehemaligen Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt in Thüringen. Um allen Clubfreunden den Aufstieg zu ermöglichen wurde eine Pferdekutsche für 10 P ersonen organisiert. DerRest ging zu Fuß die 10 Min. zum Denkmal hoch.

Die deutschen Kriegervereine (Stahlhelm etc.) wollten Kaiser Wilhelm I, „den Wiederbringer der von Kaiser Barbarossa  bis Friedrich I hinab genommenen Reichseinheit“, ein großartiges Denkmal errichten. Man suchte einen Platz, „der von natürlicher Gegebenheit her, die Erwartungen weihevoller Abgeschiedenheit erfüllte“. Der Kyffhäuser, mit der alten Reichsburg, der Nähe der alten Kaiserpfalz Tilleda und annähernd die geografischen Mitte Deutschlands, war der geeignete Ort. Er entsprach ideal einer Kombination von Landschaft, Geschichte und Poesie.

Unsere Führerin überschüttete uns in unglaublichem Redefluss, aber sehr gekonnt, mit einer Fülle an Daten, Fakten und Anekdoten, die dieses Protokoll sprengen würden. Auch hier können Interessenten viele Beschreibungen im Internet nachschlagen. Erwähnt sei nur noch, dass die alte Burg die zweitgrößte nördlich der Alpen war, mit dem tiefsten Burgbrunnen der Welt – 176 m.

Nach dieser eindrucksvollen Geschichtsstunde ging es wieder zurück zum Restaurant Burghof unterhalb des Denkmals, wo uns Kaffee und Kuchen erwartete, die letzte Stärkung vor der Heimfahrt.

Um 15.30 startete die Rückreise, rd. 5 Stunden lagen vor uns. Auf der Fahrt durch den Südharz berichtete Präsident Adolf über den ehemaligen Kaliabbau in diesem Gebiet, den er durch geschäftliche Verbindungen kennen gelernt hatte. Im Deutschlandvertrag wurde nach 1989 die Einstellung des Kaliabbaues festgeschrieben. Riesige Abraumhalden und alte Fördertürme lassen heute noch erahnen, welche Bedeutung der Bergbau für diese Region hatte. Tillmann Riemenschneider, der große Bildschnitzer, stammte aus dem Eichsfeld, bis heute eine kath. Enklave, die seinerzeit auch vom deutschen Papst Benedikt XVI. besucht wurde.

Um 20.15 Uhr erreichten wir die erste Station in Neuss, um  20.35 Uhr die letzte in Kaarst.

Eine großartige Reise war zu Ende. Schade, dass nur noch ein Drittel unserer Clubfreunde solche Reisen mitmachen kann. Wie auch immer, wir werden die Zukunft in bewährter Freundschaft gemeinsam meistern.

Vortrag

Vortrag am 20.09.2016: Der Kauf von Freiheit

Der Referent, Rechtsanwalt Dr. Hüsch aus Neuss, MdB a.D., führte uns sehr anschaulich durch seine Tätigkeit in der Zeit von 1968 bis 1989 als Geheimdienstleiter der Geheim-sache „Kanal“, wo er unter dem Geheimnamen „Eduard“ geführt wurde.

Bis vor 2 Jahren war es Dr. Hüsch streng verboten über diese Vorgänge zu berichten.

Der Freikauf von Rumäniendeutschen begann in den 1950 er Jahren. Zunächst war der Stuttgarter Rechtsanwalt Dr. Ewald  Garlepp dafür zuständig.1967 beendete die Bundes-regierung die Zusammenarbeit mit Garlepp und beauftragte den Neusser Rechtsanwalt und CDU Abgeordneten Dr. Heinz Günter Hüsch mit dieser Aufgabe.

Wolfgang Schäuble, damals Innenminister und Gerd Lemmer, Staatssekretär im Ministerium für Vertriebene führten die Gespräche mit Dr. Hüsch. Von 313 anwaltlichen Verhandlungen existieren mehr als 1800 Seiten Aufzeichnungen.

1939 leben in Rumänien etwa 800000 deutschstämmige Siebenbürgen Sachsen und Banater Schwaben. 1951 finden Umsiedlungen statt, die Menschen ziehen in die Baragansteppe. 540000 deutschstämmige Personen werden enteignet, ihnen werden die Bürgerrechte  entzogen. Die Angst vor dem Geheimdienst Sekuritate vergrößerte den Wunsch, das Land zu  verlassen.

Durch diplomatische  Beziehungen gelingt es, einzelne Personen für ca. 40.000 DM freizukaufen.

Ende 1967 heißt es, man sei evtl. zu Familienzusammenführungen  bereit. Man wendet sich an Dr. Hüsch zwecks Auslobung des Vorhabens. In Hotelhinterzimmern ist man zu Gesprächen bereit und verweist auf absolute Geheimhaltung. Je nach Ausbildung soll die Bundesregierung zwischen 1.800 DM und 10.000 DM für eine Freilassung zahlen.

400.000 DM übergibt Dr. Hüsch in einem Koffer als Vorauszahlung. Ohne Quittung. Man fordert eine Liste der Ausreisewilligen. Es melden sich zunächst 16.000. Ein rumänischer Verhandlungspartner Martinesco forderte weitere 200.000 DM. In den Gesprächen durfte nie gesagt werden für wen verhandelt wird. Wo das Geld blieb ist unklar.

Beim 1. Treffen in Wien findet eine Geldübergabe in Höhe von 200.000 DM in 1000 Markscheinen statt, die mit Nummern registriert sind. Für diesen Betrag verspricht man 1.000 Ausreisegenehmigungen.

Im März 1969 wird in Stockholm ein Vertrag vorgelegt, den Dr. Hüsch und ein Dolmetscher unterschreiben.

1970 folgt ein weiterer Vertrag über 4 Jahre über die Ausreise von 20.000 Personen. Hierin werden neben Geldforderungen auch 5 Autos der Luxusklasse gewünscht Der Unterhändler Martinesco erbittet u.a. die Lieferung von Jagdgewehren nach Paris.. Die Erfüllung dieser Forderung stellt Dr. Hüsch vor abenteuerliche Aufgaben bei der Zollkontrolle.

Ein Erlass der Rumänen fordert von den Ausreisewilligen, das Eigentum der Sekuritate zu übertragen und die bisherigen Ausbildungskosten an den Staat zurück zu zahlen. Außerdem sollen sie die Fahrkosten in Valuta bezahlen. Die BRD übernimmt das.

Ceausescu  fordert Kohl zum Staatsbesuch auf. Kohl reist nicht. Die BRD fordert eine Erleichterung für das Verbleiben in Rumänien. Angebote zur Hilfe, z.B. Spenden von Medikamenten, werden abgelehnt.

Ein späterer Vertrag erlaubt 50.000 Menschen die Ausreise. Insgesamt wurden in den 20 Jahren 226.654 Menschen freigekauft. Am 4. 12. 189 wurden alle Verträge gekündigt.

Dr. Hüsch hatte zunächst keine Sicherheitsbegleitung, nahm aber später 2 Söhne mit. Niemand außer seiner Schwester, die im Sekretariat der Kanzlei tätig war, wusste von seiner Mission. Erst seit 2 Jahren darf er darüber sprechen. Die Notizen sind  vielfältig und gleichzeitig  faszinierend.

Dr. Hüsch hat die Erinnerungen in einem Buch herausgegeben: „ Der Kauf von Freiheit“. Empfehlenswert und im Internet nachzulesen: „Der Freikauf der Rumäniendeutschen“.

Exkursion

Exkursion ins Siebengebirge am 16.08.2016

Cf Wolfgang Boretzky begrüßte uns und stellte die Ziele der Tagestour vor. Wichtig: Es war echtes Probuswetter, das einen wunderschönen Tag versprach.

Pünktlich um 11,00 Uhr erreichten wir die Doppelkirche Schwarzrheindorf, den kulturellen Höhepunkt der Reise. Weithin sichtbar gegenüber von Bonn an der Siegmündung gelegen, ist sie eine der berühmtesten Kirchen im Rheinland. Sie wird gerade renoviert und war ringsherum eingerüstet.

Frau Diesler erläuterte uns auf einer 1,5-stündigen Führung die Besonderheiten des Bauwerks, seine Geschichte und die außergewöhnlichen Malereien im Inneren.

Der Bau besteht aus zwei übereinanderliegenden Kirchen. Die Unterkirche ist dem heiligen Clemens, die Oberkirche der Gottesmutter Maria geweiht. Eine genaue Kenntnis der Raumnutzung fehlt. In der älteren Literatur wird vielfach angenommen, die Unter-kirche sei Volkskirche, die Oberkirche Raum der Grafenfamilie gewesen. Gesichert ist dies allerdings nicht.

Die Kirche wurde im Auftrag von Arnold von Wied II (ab 1151 bis 1156 Erzbischof und Kurfürst von Köln) und dessen Schwester Hadwig von Wied Mitte des 12. Jahrhunderts auf deren Hofgut errichtet. Sie wurde am 25. April 1151 in Anwesenheit des Staufer Königs Konrad III geweiht. Arnold von Wieds Schwester Hadwig errichtete 1156 nach dem Tod des Bruders hier ein Kloster der Benediktinerinnen. Aus dem Obergeschoss der Kirche wurde nun die Klausurkirche der Nonnen. Dabei diente die Zwerggalerie, die die Ober-kirche umrahmt, als „Kreuzgang mit Aussicht“.

Beide Kirchenräume besitzen eine sehr gut erhaltene Ausmalung. Die in der Unterkirche stammt aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, die der Oberkirche datiert von 1173. Die Unterkirche ist berühmt wegen ihrer aus der Erbauungszeit original erhalten gebliebenen Wandfresken des sog. Ezechiel–Zyklus, der wahrscheinlich 1151 bereits fertig war. Sie wurden zwischenzeitlich übermalt und erst 1846 wieder- entdeckt, restauriert und ergänzt. Die 20 Bilder in den Kreuzgratgewölben schildern nach ausgewählten Texten des Propheten Ezechiel (Kommentar des Rupert von Deutz) die Zerstörung Jerusalems, die Vernichtung und Verbannung des Volkes Israel und im Vierungsgewölbe den Aufbau des Neuen Jerusalem.

Anschließend ging es nach Oberdollendorf zum Mittagessen in die Bauernschenke, wo besonders die Reibekuchen großen Anklang fanden. Danach führte uns Wolfgang durch den Ort. Die Gebäude und Höfe lassen noch die ursprüngliche Erwerbstätigkeit der Bewohner erkennen: Landwirtschaft, Weinbau, Mühlenbetriebe. Heute gibt es noch eine Winzerfamilie im Ort, das Weingut Blöser mit 7,5 ha Anbaufläche. 

Um 15,00 Uhr trafen wir uns zu dem unterhaltsamen und lustigen Höhepunkt des Aus-flugs im Weinhaus Gut Sülz. Das Gut ist das älteste Anwesen von Oberdollendorf und geht wohl auf einen adligen Freihof zurück, der bereits 966 urkundlich mit Weinbergen erwähnt wird. Um 1350 war das Gut Mittelpunkt der klösterlichen Weinwirtschaft von Kloster Heisterbach. Ab 1803 wurde es verstaatlicht, dann privatisiert und ist heute Weinhaus mit großer Wiese, auf der unsere Weinprobe stattfand.

Wir probierten einen Oberdollendorfer Riesling und einen Oberdollendorfer Portugieser, beide vom Weingut Blöser, sowie einen Weißburgunder vom Kaiserstuhl.

Wir wären gerne länger geblieben. Doch um 17,00 Uhr ging es zurück nach Kaarst.      

Exkursion

Exkursion am 05.07.2017 nach Lottum (NL)                      

Die heutige Exkursion wurde von den Clubfreunden Hans Meese und Theo Nilgen organisiert.

Zunächst gab Cf Theo Nilgen  einen kurzen  Überblick über den Ablauf des Tages.

Nach ruhiger staufreier Fahrt erreichten wir gegen 10.30 Uhr unser Ziel. „De Rozenhof“ mit einem prächtigen Rosengarten und einem Rosenlernzentrum befindet sich in der Ortsmitte von Lottum, neben der St Gertrudis-Kirche. Hier wurden wir vom Ehepaar Kranz empfangen, in zwei Gruppen aufgeteilt und, wegen des drohenden Regens,  direkt durch den prächtigen Rosengarten geführt.

Begleitet von einer Fülle von Düften und der Farbenpracht zahlreicher Rosensorten, wie Edelrosen, Beetrosen, Zwergrosen, Bodendecker-rosen, Strauchrosen und Kletterrosen  erhielten wir umfangreiche Informationen über die Entwicklungsge­schichte der Rosen in Lottum, über die Zucht von der Hagebutte der Wildrose zur Edelrose und die Vermehrung durch Okulierung,  über die Rosenpflege ohne Pflanzenschutzmittel, über  Bodenvor-bereitung, Düngung, Rosenschnitt und darüber, was eine Rose  braucht, damit sie weiterhin gut gedeiht.

Außerdem wurden die zwei Rosenzertifikate erklärt:

Das europäische Zertifikat „Exellence-Rose“ ist den gesündesten, robusten Rosen vorbehalten. Zur Prüfung der Werteigenschaften der Rosen gibt es in den Niederlanden und in Belgien inzwischen 7 „Excellence-Prüfgärten“.

Das „ADR-Rosen“  Zertifikat  (Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung) wurde 1950 in Deutschland gegründet. In 12 „ADR-Prüfungsgärten“ werden Rosen über Jahre geprüft. Die Entwicklung einer neuen Rosensorte dauert bis zu zehn Jahre.

Nach ca. anderthalb Stunden im Garten wurde im Lernzentrum – bei Kaffee und einer Rosendelikatesse (Dessert)  –  zunächst gezeigt, wie man Rosen okuliert (Einsetzen eines Auges einer Edelrose in einem Einschnitt (Tasche)  einer Wildrose.

Im anschließenden Vortag von Herrn Kranz erfuhren wir weiterhin viel Wissens­wertes über Rosen und ihrer Geschichte.

Ihr Ursprung ist die Wildrose in Gebieten der nördlichen Erdhalbkugel, diverse Sorten stammen aus China, Afrika und Frankreich.

Die griechische Kultur: Anwendung in der Medizin und Kosmetik.

Die römische Kultur: Die Rose im Christentum, z.B. Rosenfenster (Rosette) und Rosenkranz.

Im Mittelalter und in der Renaissance spielte die Rose in der Malerei und Literatur eine überragende Rolle. Außerdem wurde durch die Einführung einer neuen Sorte aus Asien die Heilkraft der Rose erkannt.

Für die Herstellung von Rosenöl benötigt man etwa 5.000 kg Rosen, um einen Liter Rosenöl zu erhalten.

Zum  Abschluss  gab es eine Probe Rosenlikör und Gelegenheit zum Einkauf im Rosenladen.

Nach kurzer Busfahrt nach Broekhuizen  haben wir im „Het Maashotel“  zu Mittag gegessen. Die Clubfreundinnen Helga Dümenil und Christine Schroeder spedierten aus Anlass ihres Geburtstages ein Glas Sekt.

Nach dem Essen unternahmen einige bei bestem „Probuswetter“einen kurzen Spaziergang am Maasufer, andere unternahmen eine „Probefahrt“ mit  der benachbarten  Autofähre auf die andere Maasseite und zurück.

 Nachdem auch die Rückfahrt staufrei war, erreichten wir Kaarst gegen 16.30 Uhr.

 

Exkursion

                        

Exkursion am 17.05.2016: CHEMPARK Dormagen und Kulturzentrum Sinsteden

CF Jochen Thiel, der die Exkursion organisiert hatte und auch den gesamten Tag hindurch führte, gab während der Bus-Anreise einige erste, kurze Informationen.

Nach der Personalausweiskontrolle im CHEMPARK machten wir eine einstündige „Stadtrundfahrt“ mit Frau Gräfe durch das Industriegelände. Der CHEMPARK war früher im alleinigen Eigentum der Fa. Bayer; viele Chemiesparten wurden an andere Chemieunternehmen verkauft; in einigen Bereichen arbeiten alle Firmen noch zusammen. Bayer ist heute ein Dienstleistungspark für die chemische Industrie. Die Fa. Currenta ist für die gesamte Ver- und Entsorgung des Geländes zuständig, z.B. für Strom, Wasser, Brandwache (2 Berufsfeuerwehren Ost und West). Auf dem Gelände gibt es eine Poliklinik mit 3 Werksärzten und einen Hubschrauberlandeplatz, 2 Werkskantinen, eigenen Werksschutz. Es gibt einen eigenen S-Bahnbahnhof, genannt Chempark. Die S-Bahn teilt das Gelände in Ost und West, diese sind durch eine Hochbrücke miteinander verbunden. Das Gelände „Bayer – Ost“ feiert 2017 100-jähriges Bestehen. Das Gesamtgelände ist 6 km² groß  Currenta ist der größte Ausbildungsbetrieb im Rhein-Kreis-Neuss, mit 506 Auszubildenden. Es gibt einen eigenen Luftmesswagen und einen Rangierbahnhof. Von einer Leitwarte wird alles überwacht.

Auf dem Gesamtgelände sind 50 km Schienen verlegt, 50 km Straßen und 600 km Rohrleitungen verbaut. In den Rohrleitungen werden rd. 2.000 Vorprodukte für Chemikalien hin- und hertransportiert. Die Anlieferung der Rohstoffe erfolgt über Schiffe, Eisenbahn und LKW. Wir fuhren mit dem Bus an vielen bekannten Firmen vorbei, an einer Kläranlage, Silos, Abfüllanlagen, einer Sondermüllverbrennungsanlage, am Gas- und Dampfkraftwerk (GuD): betrieben vom RWE. Auf dem Gelände sind rd. 6.800 Beschäftigte, plus 506 Lehrlinge, plus rd. 3.500 Personen von Fremdfirmen auf Baustellen. CF Jochen bedankte sich bei Frau Gräfe für die charmante Führung.

Nach einem schmackhaften Mittagessen im Kulturzentrum Dormagen-Sinsteden machte Jochen einige Ausführungen über den Künstler Ulrich Rückriem. Geboren 1938 in Düsseldorf, 1948 Klosterschule Knechtsteden, 1955 Gymnasium Düren bis 1957. U.a. bedingt durch einen Sportunfall hat er die Schule abgebrochen und von 1957 -1959 eine Steinmetzlehre in Düren absolviert. Von 1959 -1961 ist er Geselle an der Dombauhütte in Köln und studiert gleichzeitig Steinbildhauerei. 1963 macht er sich selbstständig in Nörvenich bei Düren. Unternimmt mehrere Auslandsreisen, wird von 1974 – 84 Professor an der Kunstakademie Hamburg, 1984 – 88 Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie und vieles andere.

Wir besuchten 2 Hallen und den kleinen Park, in denen Kunstwerke von Rückriem ausgestellt sind. Das Charakteristische der Rückriem Kunstwerke sind große Steinblöcke aus verschiedenen Materialien, meist Granit, die rechteckig oder quadratisch aufgestellt sind. Die Blöcke sind gespalten, geschnitten, geschliffen, teilweise poliert, in Stücken aufeinander gesetzt oder im Verband verlegt. Die Bruchstellen der Bearbeitung (z.B. Spaltung, Bohrlöcher) sind bewusst sichtbar gehalten. Der Betrachter soll sich mit den Formen auseinander setzen.

Als weitere Attraktion im Kulturzentrum besuchten wir den Wissenschaftlichen Geflügelhof. Frau Dr. Tiemann führte uns an einigen Gehegen vorbei mit verschiedenen Geflügelsorten, braunen, weißen, schwarzen, gesprenkelten Hühnern, am Haus der Rassetauben, Wassergeflügel und Puten. Lustige Namen einiger seltener Hühnerrassen ließen uns laut auflachen: z.B. Westfälischer Totschläger, Bergische Schlotterkämme, Rheinischer Ringschläger, Holländer Haubenhühner. Die Aufgabe des Instituts besteht darin, die gefährdeten Hühnerrassen zu erhalten und zu züchten. Eine Kryoreserve (Tiefgefrierung in flüssigem Stickstoff) von Hahnensperma soll einem möglichen Verlust durch eine dauerhafte Lagerung entgegenwirken. Bisher ist in Deutschland das Anlegen einer Spermakryoreserve beim Geflügel noch nicht erfolgt. Erforscht wird z.B. auch das Pickverhalten von Tauben und Hühnern.

Nur wenige, nicht ermüdete Teilnehmer besichtigten noch die Halle mit den landwirtschaftlichen Maschinen. Alte Traktoren von 1922, Saatmaschinen von 1977, Spritzgeräte, Kartoffelroder und Kartoffelsortierer von 1925 erfreuten unser Auge.  Mitten in der Halle platziert war der “letzte Neusser“, ein Traktor der Firma Case.

Im „Café Stüffje“ stärkten wir uns noch einmal für die Rückfahrt mit Kaffee. Ankunft in Kaarst gegen 18.00 Uhr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Exkursion

Rotterdam-Reise vom 22. – 24.04.2016 

Freitag, 22.04.2016

Nach reibungsloser Busfahrt (mit einem kurzen Zwischenstopp) erreichten wir pünktlich um 11.00 Uhr die Porzellanmanufaktur „Royal Delft“ in Delft. Dort gab es eine einstündige Führung durch die Manufaktur.

Die Manufaktur stellt die berühmten Produkte „Delfter Blau“ her. Sie wurde 1653 gegründet; am heutigen Standort befindet sie sich seit 1900. Sie ist die letzte von früher einmal 32 Manufakturen in Delft.

Die Produkte (Teller, Vasen, Kacheln etc.) bestehen aus Keramik. Vorbild war das Porzellan aus der chinesischen Ming-Dynastie. Die Rohlinge werden von Hand mit einer Kobalt-Oxyd-Farbmischung bemalt, die zunächst schwarz aussieht, je dünnflüssiger die Farbe ist, umso heller erscheint später die Farbe – und umgekehrt. Erst nach dem Auftragen des Dekors werden die Stücke im Brennofen glasiert. Dadurch verfärbt sich die Farbe dann von schwarz in blau. In der Manufaktur arbeiten zurzeit dreizehn sogenannte „Meister“-Maler. Die Ausbildung, die nur in der Manufaktur durchgeführt wird, dauert ca. sechs bis acht Jahre. Die Maler tragen dann die diversen Dekors freihändig auf. Für einen mittelgroßen Teller braucht ein Meister-Maler ca. zwei Stunden.

Die Rohlinge werden aus flüssigem Ton hergestellt, der in eine Form gegossen wird. Nach dem Erstarren erfolgt die Bemalung. Anschließend werden die Teile bei ca. 1200° etwa 10 Stunden lang in einem Ofen gebrannt. Jedes Stück erhält auf der Rückseite eine individuelle Signatur. Grundsätzlich werden von jedem Dekor nicht mehr als 250 Stück gefertigt.

In diversen Schauräumen gab es zahlreiche Produkte zu sehen. Im „Königlichen Zimmer“ waren sogenannte Erinnerungsteller aus-gestellt, die Mitglieder der königlichen Familie zeigen; die Teller waren nicht nur blau, sondern auch zum Teil mit „Orange-Dekor“, in Anlehnung an den Namen der Königsfamilie, versehen. Ein besonderes Prunkstück war eine Tulpen-Pyramide. – Besonders eindrucksvoll war eine „Kopie“ der „Nachtwache“ von Rembrandt; sie wurde im Jahre 2000 in einjähriger Arbeit aus insgesamt 480 Einzelfliesen angefertigt und zeigt detailgetreu das berühmte Bild von Rembrandt. – Seit dem Jahre 1915 wird jedes Jahr auch ein „Weihnachts-Teller“ mit jeweils wechselnden Motiven gefertigt, auch immer nur 250 Stück.

Neben den von Hand bemalten Teilen werden heute auch Teller mit Folien-Bildern „bedruckt“. Sie sind auf den ersten Blick kaum von den handbemalten Teilen zu unterscheiden, ihre blaue Farbe ist allerdings nicht so kräftig und leuchtend; außerdem tragen sie auf der Rückseite nur die Kennzeichnung „Royal-Delft“ und keine individuelle Signatur. Insgesamt fertigt die Manufaktur heute ca. 60% „bedruckte“ Teile und ca. 40% handbemalte Teile.

In der Ausstellung (und im Treppenhaus des früheren Haupteingangs) waren außerdem sehr dekorative Bau-Keramik-Teile (Treppengeländer, Türbögen, Kaminverkleidungen etc.) in braun-grüner Farbe zu besichtigen. Diese Baukeramik, die in früheren Zeiten in großen Mengen gefertigt wurde, wird seit 1980 nicht mehr hergestellt, weil für die Farbgebung neben Eisen und Kupfer auch Uran verwendet wurde, was nicht mehr den heutigen Vorstellungen entspricht.

Von 12.00 Uhr bis 13.00 Uhr folgte ein sehr schmackhaftes Lunch in der Manufaktur. Danach ging es per Bus zum Einchecken in unser Hotel „Hampshire Hotel Delft Center“ am Rande der Altstadt von Delft.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgte ab 14.45 Uhr ein Stadt-rundgang durch Delft.

Besichtigt wurde zunächst die Neue Kirche. Mit deren Bau wurde ca. 1350 begonnen. In ihr sind nahezu sämtliche Mitglieder der königlichen Familie beigesetzt, und zwar in einer Gruft unterhalb des Altarraumes. Die Kirche ist Wilhelm von Oranien geweiht, dem „Vater des Vaterlandes“ der Niederlande. An ihn erinnert ein großes Monument mitten im Altarraum. –

Die Kirchenfenster stammen sämtlich aus dem Jahr 1923, aus Anlass eines damaligen Jubiläums der Königin Wilhelmina. – Der Turm der Kirche ist mit einer Höhe von 108 m der zweithöchste Kirchturm Hollands.

Vor der Kirche auf dem Marktplatz steht ein Denkmal für Hugo de Groot (ca. 1630). Sein Buch „Das Recht von Frieden und Krieg“ gilt als eine der ersten Abhandlungen zum modernen europäischen Völkerrecht.

Auf der der Kirche gegenüberliegenden Seite des Marktplatzes befindet sich das alte Rathaus. Es stammt ebenfalls aus der Zeit Wilhelms von Oranien und ist gekennzeichnet durch einen in der Mitte stehenden, hohen Turm, um den sich der Rest des Gebäudes gruppiert.

Nicht weit entfernt von Marktplatz steht die Alte Kirche, die in der Zeit von 1380 bis 1605 erbaut wurde. Ihr Turm neigt sich zu einer Gracht hin um ca. 2 m. In dem Turm befindet sich die größte Glocke der Niederlande mit einem Gewicht von ca. 9.000 Kilo.

Die Stadt Delft entstand ab etwa dem Jahre 1000. Im Jahre 1246 erhielt sie Stadtrechte. Sie hat zurzeit ca. 96.000 Einwohner und außerdem noch mehr als ca. 15.000 Studenten. Nach Amsterdam ist sie die zweitgrößte Touristenstadt. Die Grachten innerhalb des Stadtgebiets haben eine Länge von ca. 16 km mit ca. 170 Brücken. Im Jahre 1536 sind bei einem großen Brand ca. 2/3 der Häuser der Stadt abgebrannt, die damals überwiegend aus Holz gebaut waren. Nach dem Wiederaufbau wurden die neuen Häuser in Stein gebaut, wobei jeweils nach vier Häusern eine schmale „Feuergasse“ freigelassen werden musste.

Ab ca. 16.15 Uhr folgte eine Grachtenfahrt. – Außer den überwiegend alten Stadthäusern waren auch viele alte „Lagerhäuser“ zu sehen; die Kanäle wurden nämlich früher auch als Häfen genutzt, an deren Ufer Waren in diesen Häusern gelagert wurden. – An besonderen Gebäuden waren zu sehen: Das frühere „Irrenhaus“, an dem an Sonntagen die Bürger die dort lebenden Geisteskranken „besichtigen“ konnten; ein altes Stadttor; die Residenz der Deichgrafen, die für den gleichmäßigen Wasserstand in den Kanälen verantwortlich waren; ein früheres Mädchenwaisenhaus; gegenüber ein früheres Jungen-Waisenhaus; das alte Stadtgefängnis; ein altes Waffenarsenal von 1692; die älteste Kanalbrücke von 1573. – Jährlich werden aus den Stadtkanälen ca. 250 – 500 Fahrräder und ab und an auch ein Auto geholt. Die Fahrt endete gegen ca. 17.00 Uhr. Ab ca. 19.30 Uhr folgte ein schmackhaftes Abendessen im Hotelrestaurant.

Sonnabend 23.04.2016

Nach dem Frühstück ging es per Bus nach Rotterdam, wo ab 9.30 Uhr die Stadtführung durch einen – wie sich herausstellte – sehr guten Stadtführer begann.

Rotterdam ist etwa ab dem Jahre 1270 entstanden. Der Name stammt von dem kleinen Fluss Rotte, der hier in die Maas mündet. Die Stadt hat heute ca. 620.000 Einwohner (das gesamte Einzugsgebiet ca. 1,2 Mio. Menschen). Sie hat den größten Hafen Europas, den fünften weltweit. Im 14. Jahrhundert erhielt die Stadt Stadtrecht. Gewachsen ist die Stadt mit der Industrialisierung seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Jahre 1940 haben die Deutschen die Stadt bombardiert und dabei fast die gesamte, historische Altstadt zerstört. Der riesige Hafen erstreckt sich von der Stadtmitte bis zur Nordsee auf einer Länge von mehr als 40 km und umfasst das sogenannte Rhein-Maas-Delta.

Die Führung begann am Fuße der ca. 800 m langen „Erasmus“- Brücke, die 1986 eröffnet wurde. Wegen der ausgefallenen Form ihres 139 m hohen Pylons wird sie im Volksmund auch die „Schwan-Brücke“ genannt.

Nach einem kurzen Stop ging es zu Fuß durch den schon 1389 erwähnten „Delfts-Hafen“, einen alten Hafen von Delft, der später zu Rotterdam eingemeindet wurde. Von hier aus sind 1620 die ersten Pilger nach England und von dort mit der „Mayflower“ in die USA ausgewandert. An den Seiten der alten Hafenbecken stehen noch alte Häuser, u. a. die „Father Pilgrim Church“. Kennzeichen dieses alten Hafengebiets war der Heringsfang und das Brennen von Genever.

Die Fahrt führte dann durch die Innenstadt, gekennzeichnet durch moderne Hochhäuser und breite Boulevards. Im Jahre 2014 wurde ein moderner Hauptbahnhof eröffnet, den täglich mehr als 110.000 Menschen passieren.

Ein zweiter Stop folgte am Marktplatz, mitten im alten Zentrum der Stadt. Auf diesem Platz ist der Zugang zu einem neuen, unterirdischen Bahnhof.

An einer Seite des Marktplatzes befindet sich ein architektonisches Highlight: die 2014 eröffnete neue Markthalle. Das Gebäude hat die Gestalt einer überdimensionalen Biskuitrolle, von vorn betrachtet die Form eines großen Bogens. In diesem Bogen befinden sich rechts und links 228 Wohnungen und im oberen Teil 24 Penthäuser. Darunter liegt die eigentliche Markthalle mit modernen Marktständen, angelehnt an die Bauweise südeuropäischer Markthallen. Im ersten Untergeschoß gibt es einen Supermarkt und außerdem Lagerräume für die Markthändler. Darunter befindet sich in drei weiteren Etagen ein Parkhaus. An den Stirnseiten des „Bogens“ ist der Raum mit einer Glasfassade geschlossen; diese ist 35 m hoch und 40 m breit; die Glasscheiben werden durch senkrecht und waagerecht verspannte Stahlkabel gehalten. – Die Innenwände der Markthalle sind durchgehend mit 4.500 bunten, laminierten Platten belegt, die als ein einheitliches Bild das „Füllhorn“ symbolisieren sollen.

Auf der anderen Seite des Marktplatzes stehen 26 sogenannte „Würfelhäuser“ aus den 1980er Jahren. Jeder Würfel steht mit einer Spitze auf einem länglichen Sockel und soll so einen Baum symbo-lisieren; alle 26, aneinanderstoßende Würfel sollen so einen „Wald“ darstellen. Entsprechend der Würfelform sind die Außenwände aller Räume schräg, die Fußböden allerdings waagerecht. Eines dieser eigenartigen Häuser konnten wir von innen besichtigen.

Gegen 12.30 Uhr begann die Hafenrundfahrt auf der „Gemini 1“. – Während der nächsten zwei Stunden führte die Fahrt – während der es ein leichtes Lunch gab – durch den großen Rotterdamer Hafen.   Das Wasser hat hier eine Tiefe von ca. 13,5 m; größere Schiffe mit größerem Tiefgang gelangen nicht in diesen Hafen, sondern bleiben weiter draußen im sogenannten „Europort“. – Neben zahlreichen Industrieanlagen waren diverse Frachtschiffe und Öltanker zu sehen; das große Passagierschiff „SS Rotterdam“ liegt heute permanent als Hotelschiff im Hafen; u. a. werden im Hafen auch Ölplattformen für die Ölbohrungen in der Nordsee gefertigt. – Die größte Raffinerie im Hafengelände ist die frühere Shell-Raffinerie (heute in japanischer Hand). In ihr werden 19 Mio. to Rohöl/Jahr verarbeitet; sämtliche Rohrleitungen innerhalb dieser Raffinerie haben eine Länge von insgesamt ca. 120.000 km.

Ab 14.50 Uhr folgte eine Bus-Rundfahrt durch weiteres Hafengelände. – Unter anderem waren zu sehen: der Produktionsbetrieb der „Aluchemie“, in dem Roh-Aluminium erschmolzen wird; die Esso-Raffinerie mit einem Durchsatz von ca. 10 Mio. to Rohöl/Jahr; diverse andere chemische Betriebe, z. B. PVC-Fertigung; Windräder; 40.000 Parkplätze zur Zwischenlagerung von neuen PKWs; Zulieferbetriebe für die Hafenindustrie; eine Durchleuchtungsanlage für Container-Züge.

Die Fahrt führte dann in die weiter draußen liegende „Maasvlakte 2“. Dies ist eine in den Jahren von 2008 bis 2013 mit Meersand aufge-schüttete neue Hafenfläche in einer Größe von ca. 200 ha, was einer Fläche von ca. 400 Fußballstadien entspricht. Die Herstellungskosten betrugen ca. 9 Milliarden Euro. Die Fläche entspricht etwa 20% des gesamten Rotterdamer Hafens. Das Gelände wird zur Nordsee hin durch einen Deich von vielen Kilometer Länge begrenzt und geschützt. Die letzten 2 km dieses Deiches bis zur Einfahrt von der Nordsee in den Hafen sind mit riesigen Steinwürfeln befestigt, die jeder ca. 40 to schwer sind. – Von der Hafeneinfahrt ist in die Nordsee hinaus in einer Länge von ca. 50 km zusätzlich noch eine Fahrrinne mit einer Tiefe von 53 m und einer Breite von 400 m ausgebaggert worden, um so auch den größten Containerschiffen die Ein- und Ausfahrt in den Hafen zu ermöglichen.

Die größten Containerschiffe können bis zu 18.400 Container tragen. Die Container werden am Kai automatisch (computergesteuert) von Portal-Kränen vom Schiff gehoben und auf ebenfalls computergesteuerte Fahrzeuge abgesetzt. Diese bringen jeden Container ferngesteuert in ein Zwischenlager, von wo sie ebenfalls automatisch auf LKWs (oder Züge oder kleinere Frachtschiffe) umgeladen werden. –LKWs, die z. B. zwei Container zum Hafen bringen, werden auf die gleiche Weise entladen und mit Containern für den Weitertransport ins Binnenland beladen. Beide Arbeitsgänge zusammen dauern nicht länger als 25 Minuten.

Zum Abschluss führte die Fahrt noch durch das ausgedehnte Arial der „Emo“; hier werden riesige Mengen von Kohle und Erzen durch große Krananlagen von ankommenden Schiffen entladen, zwischengelagert und dann zum Weitertransport auf Eisenbahnzüge etc. verladen. Insgesamt lagern hier ca. 7 Mio. to Kohle und/oder Erz; diese Menge wird ca. 5 mal im Jahr umgeschlagen. Neben der schieren Größe dieser Mengen waren besonders die Schaufelbagger und Förderbänder zum Umsetzen und zum Transport von Kohle und Erz beeindruckend.

Die Rundfahrt endete gegen 16.30 Uhr. – Nach der Rückfahrt ins Hotel in Delft und einer kurzen Zwischenpause endete der beeindruckende, erlebnisreiche Tag ab 19.00 Uhr mit dem gemeinsamen Abendessen im Restaurant „de Kurk“. Zur Freude aller übernahm Ottmar aus seiner Reisekasse auch noch die Kosten für alle Getränke.

Sonntag, 24.04.2016

Nach dem Frühstück ging es per Bus nach Rotterdam zum dortigen „Euromast“. – Dies ist ein im Jahre 1960 errichteter Betonmast. Er war ursprünglich 112 m hoch. In dieser Höhe befinden sich ein Restaurant und eine rundum laufende Aussichtsplattform. – Im Jahre 1970 wurde der Mast um eine weitere Betonspitze bis auf 185 m erhöht. Wie ein Ring liegt eine kreisrunde Aussichtskabine um diesen oberen Teil herum. Mit ihr fährt man wie in einem Fahrstuhl bis ganz oben hinauf; dabei dreht sich diese Plattform langsam mehrfach um 360°, so dass man einen fantastischen Rundblick auf ganz Rotterdam und weit hinein ins Land hat. –Da die Sonne schien, hatten wir dadurch einen großartigen Auftakt des Tages.

Nach weiterer Busfahrt folgte programmgemäß das Lunch im Restaurant „de Engel“ in Lisse, von wo es gegen 13.00 Uhr zum Keukenhof ging.

Bei kaltem Wind folgte dort ab ca. 14.00 Uhr eine Fahrt mit einem Elektro-Boot durch die Tulpenfelder. Hier wachsen in großen Feldern Tulpen, deren Zwiebeln später verkauft werden. – An den Rändern des Kanals gab es Rebhühner, Kiebitze, Austernfischer und andere Vögel zu sehen.

Anschließend war Zeit für einen individuellen Rundgang durch die eigentliche Tulpen-ausstellung im Keukenhof. Dieser wird von der „Holländischen Zwiebelzüchter-vereinigung“ geführt; zahlreiche Züchter zeigen hier ihre neuesten Züchtungen. Im großen Freigelände und in einigen Hallen waren unvorstellbar viele und wunderschöne Tulpen in verschiedensten Farben, Formen und gärtnerischer Gestaltung zu bewundern. Für jeden Blumenfreund ein grandioser Anblick!

Die bestens organisierte Reise, die eine Vielzahl interessanter, neuer Eindrücke brachte, endete programmgemäß pünktlich gegen 19.15 Uhr in Kaarst.

Vortrag

 

Vortrag am 05.04.2016: „Aluminium Halbzeug-Herstellung“

Der Referent des heutigen Abends, Clubfreund Wilfried Schnitzler. erklärte einleitend, dass sein Vortrag die Aluminium Halbzeug-Herstellung im Werk Norf bei Neuss zum Gegenstand haben werde.

Die „Alu-Norf“ wurde 1965 gegründet. Das ursprüngliche Werk 1 wurde 1995 um ein Werk 2 mit noch leitungsfähigeren Anlagen erweitert. Das Werk ist heute das größte Aluminium-Umschmelzwerk der Welt. Es werden ca. 2.200 Mitarbeiter beschäftigt.

Das Werk war von Anfang an ein Gemeinschaftswerk, und zwar der „Vereinigten Aluminium Werke“, Deutschland und der „Alcan“, Kanada. Beide existieren nicht mehr. Das Werk befindet sich heute im Verhältnis 50 : 50 in norwegischer und indischer Hand.

Alu-Norf stellt selbst kein Aluminium her, sondern bezieht Roh-Aluminium und Aluminiumschrott von Dritten. Dieses Ausgangsmaterial wird in mehreren Arbeitsschrit-ten zu Folien und Blechen verarbeitet. Im Jahre 2015 wurden ca. 1,5 Mio. Tonnen Alumi-nium-Halbzeug hergestellt. Davon wurden ca. 46% zu Getränkedosen verarbeitet, ca. 15% im Bereich Lithographie, ca. 12% für den Automobilbau, ca. 10% für Haushaltsfolien und der Rest für diverse andere Anwendungsfälle. Aluminium ist vielseitig verwendbar, weil es leicht, beständig, elastisch, gut verformbar, dekorativ ist und Elektrizität und Wärme gut leitet. – Das von Alu-Norf kommende Aluminium hat als „Reinaluminium“ einen Rein-heitsgrad von ca. 99,0%; das restliche ca. 1% besteht aus unterschiedlichen anderen Metallen. – Die in Norf hergestellten Halbzeuge werden ausschließlich an die beiden Anteilseigner geliefert, die sie dann ihrerseits weiter vermarkten.

Die Fertigung in Norf lässt sich etwa in folgende Abschnitte gliedern:

a) Schmelzen                                                                                                                                        Das Roh-Aluminium und der Aluminium-Schrott werden bei ca. 730 Grad in großen Schmelzöfen geschmolzen.

b) Gießen                                                                                                                                               Das flüssige Aluminium wird entgast, gefiltert, mit Titan „gekornfeint“ und dann in sogenannte Kokillen gegossen. In den Kokillen erstarrt das Aluminium nach dem Erkalten zu länglichen Barren, die – je nach Kokillen-Form- ca. 60 cm hoch, ca. 1 m breit und ca. 6 – 8 m lang sind und bis zu 24 to. wiegen können. Jeder dieser Barren erhält eine individuelle Herstellungsnummer.

c) Bearbeiten                                                                                                                                          Die Barren werden an beiden Enden auf die richtige Länge gesägt. Anschließend wird die Gusshaut durch Fräsen entfernt.

d) Warmwalzen                                                                                                                       Anschließend werden die Barren in Tieföfen oder Stoßöfen auf etwa 550 Grad bis etwa 630 Grad erwärmt und danach auf einer sogenannten „Vorstraße“ von 600 mm auf eine Stärke von nur noch 20 mm gewalzt. In einem weiteren Arbeitsgang auf der sogenannten „Fertigstraße“ wird das Material auf eine Stärke von nur noch 10 bis 2 mm gewalzt.

e) Kaltwalzen                                                                                                                             Nachdem das Material ca. 2 Tage abgekühlt ist, wird es schließlich auf der Kaltwalzstraße (je nach Kundenauftrag) bis auf eine Stärke von maximal nur noch 0,18 mm gewalzt. (Derart geringe Stärken lassen sich aus technischen Gründen nicht warm, sondern nur kalt walzen). – Nach diesem letzten Walzvorgang wird das Produkt auf Festigkeit, Oberflächenqualität und Einhaltung der geforderten Toleranz überprüft.

f) Adjustage                                                                                                                                           Die fertigen Folien/Bleche werden teilweise noch befettet, dann konfektioniert (teilweise geschnitten) auf große Rollen (Coills) aufgerollt, verpackt und etikettiert.

g) Versand                                                                                                                                             Der Versand erfolgt per LKW, Bahn oder Schiff.

Im Anschluss an den Vortrag zeigte Wilfried noch einen Film über das Werk in Norf, der die zuvor geschilderten Arbeitsgänge mit eindrucksvollen Bildern aus der Produktion verdeutlichte.

Lebhafter Beifall dankte CF Wilfried für diesen interessanten Vortrag.

Exkursion

                  Exkursion am 16.02.2016: Straelen-Herongen und De-Witt See

CF Toni Kränzle, der die Exkursion organisiert hatte und auch den gesamten Tag hindurch führte, gab während der Bus-Anreise einige erste, kurze Informationen:

Die „Veiling Rhein-Maas“ in Straelen-Herongen ist die einzige Blumen- und Zierpflanzen-Versteigerung in Deutschland. Sie ist ein Joint Venture zwischen dem deutschen Genossenschafts-Unternehmen „Landgard“ und dem niederländischen Unternehmen „FloraHolland“. Hier werden Schnittblumen und Topfpflanzen versteigert.

Nach kurzer Begrüßung gegen 8.15 Uhr durch das Vorstandsmitglied, Herrn Karl Voges, wurden wir in die Versteigerungshalle geführt, in der uns Herr Riskes, Manager Schnitt-blumen, das Procedere erläuterte:

Tribünenartig ansteigend befinden sich in der Halle 620 Käufer-plätze, jeweils zwei Plätze nebeneinander, ähnlich gestaltet wie Pult und Sitzbank früher in der Schule. Jeder Käufer muss sich mit einer Chip-Karte an einem der Plätze einloggen. Er kann dann über eine in das Pult integrierte Tastatur elektronisch Blumen und Pflanzen ersteigern. – An der, der Tribüne gegenüberliegenden Kopfwand des Saales befinden sich acht große, kreisrunde Versteigerungsuhren. Hier wird kontinuierlich die zu versteigernde Ware angezeigt. Jeder Käufer kann über sein Pult zu jeder Ware sein Preisangebot abgeben, das dann auf der Uhr für alle sichtbar wird; so kann jeder Käufer die Angebote seiner Konkurrenten verfolgen und ggf. überbieten. An der rechten und linken Seitenwand des Saales sitzen separat die Versteigerer, die die Versteigerungsuhren im Blick haben und dem jeweils meistbietenden elektronisch den Zuschlag erteilen. – Die zu versteigernde Ware befindet sich in großen Hallen. Der Kunde kann sie täglich ab 5.00 Uhr morgens besichtigen. Die Versteigerungen beginnen montags bis freitags um 6.00 Uhr und enden je nach der Menge der zu verkaufenden Ware, zwischen 8.00 und 9.00 Uhr. Jeder Kunde kauft gegen eine von ihm im Voraus zu stellende Bürgschaft bargeldlos auf spätere Rechnung. Die Gebühren für die Versteigerung zahlen Verkäufer und Kunde je zur Hälfte. Die Ware kommt von über 2.000 Gartenbaubetrieben, die mehrheitlich Genossen der Genossenschaft Landgard sind. Gekauft wird von mehr als ca. 1.500 Händlern. – Der Vertrieb über eine Versteigerung wurde ab etwa 1890 in Holland entwickelt. Die erste Versteigerung in Straelen fand 1914 statt. Die heutige Anlage der Veiling Rhein-Maas stammt von 2010.

Ab ca. 9.30 Uhr folgte eine Führung durch die Gemüsehallen. – Hier finden keine Versteigerungen statt. Die Produzenten, mehrheitlich aus einem Umkreis von ca. 15 km, liefern ihre frisch auf dem Feld geernteten Produkte an. Diese werden in großen Kühlhallen kurz zwischengelagert und sofort an die Kunden, im Wesentlichen fünf Großkunden (darunter z. B. Aldi) verkauft. – Während der Winterzeit, in der naturbedingt in Deutschland wenig frisches Obst und Gemüse produziert wird, wird auch mit Obst und Gemüse aus China und Vietnam gehandelt. Landgard hat inzwischen bereits 120 Lieferanten aus China als Mitglieder. – Sämtliche Ware durchläuft eine Qualitätskontrolle. Der Transport zu den Kunden erfolgt zu ca. einem Drittel mit 24 eigenen LKWs, die anderen zwei Drittel durch fremde Spediteure.

Gegen 11.30 Uhr folgte als Abschluss des Besuchs in der Cafeteria des Unternehmens eine Kaffeepause. Bei belegten Brötchen und Kaffee beantwortete Herr Voges (Vorstands-mitglied) zahlreiche Fragen der Teilnehmer.

Nach kurzer Busfahrt folgte ab ca. 12.00 Uhr das Mittagessen im Restaurant „Secretis“ in Nettetal-Hinsbeck. Hier stieß Herr Dr. Reichmann, Chefbiologe der „Biol. Station Krickenbecker Seen“ zu uns. Diese Station besteht als „e. V“. seit 1988. Hier arbeiten fünf Biologen und eine wechselnde Zahl von Hilfskräften an der Betreuung der Naturschutzgebiete „Krickenbecker Seen“ und „Brachter Wald“. Ein wesentlicher Teil ihrer Tätigkeit ist die Kartierung von Pflanzen und Tieren sowie die Beratung von Landwirten im Hinblick auf den Naturschutz. – Der Verein wird zu ca. 60% von Bund und Land, zu ca. 40% aus den Erlösen für einzelne Projekte finanziert.

Herr Dr. Reichmann führte uns ab ca. 13.40 Uhr bei Sonnenschein und wolkenlosen Himmel (dieses „Probus-Wetter“ herrschte während des gesamten Tages) durch das Naturschutzgebiet De-Witt-See. In diesem Feuchtgebiet entlang der Nette und Renne leben, teils ganzjährig, teils nur zur Überwinterung, zahlreiche verschiedene Vogelarten sowie außerdem auch Nutrias und Biber. Auf dem mehr als einstündigem, wunderschönen Spaziergang waren u. a. zu sehen Graugänse (ursprünglich aus dem Donau-Delta stammend), Nilgänse, zahlreiche verschiedene Entensorten, Blässhühner, Teichhühner, Haubentaucher, Kormorane, Graureiher und Silberreiher sowie zum Schluss auch noch drei Nutrias.

Den Abschluss der Exkursion bildete ab ca. 15.30 Uhr die Kaffeetafel im Restaurant Secretis. Rückkehr wie geplant gegen 17.30 Uhr in Kaarst

 

Vortrag

Vortrag am 10.01.2016: „Jemen-Arabia Felix?“

Der Referent, Clubfreund Alexander von Wedelstädt, gab zu Beginn seines Vortrags einen Überblick über die Geschichte von Land und Leute des Jemen. – Das Land war schon im zweiten Jahrtausend vor Christus eine Drehscheibe des Handels zwischen dem Mittelmeerraum (Europa) einerseits sowie Indien und dem fernen Osten andererseits. Wesentliche Handelsprodukte waren u. a. Edelsteine, Weihrauch, Myrrhe und Gewürze. Der Sage nach soll die Königin von Saba von hier aus König Salomo in Jerusalem besucht haben (allerdings beruft sich auch Äthiopien darauf, dass die Königin von dort stamme). – Ab ca. 500 nach Christus wurde das Land von den Äthiopiern beherrscht, die auch den christlichen Glauben mitbrachten; später geriet das Land unter persischen Einfluss; im 7. Jahrhundert setzte sich von Damaskus aus der Islam als beherrschende Religion durch. Ungeachtet dessen lebten aber auch viele Juden bis in die Gegenwart in dem Land. Der Norden des heutigen Jemen wurde später Teil des osmanischen Reiches. Im Jahre 1839 eroberten Engländer die im südlichen Jemen gelegene Stadt Aden, die sie fortan als Stützpunkt für den Seeweg nach Indien benutzten. Ab 1918 existierte im Norden des Landes ein unabhängiges Königsreich. Diese Monarchie wurde 1962 durch einen Aufstand gestürzt. Bis 1970 folgte ein Bürgerkrieg mit bis zu ca. 200.000 Toten. Im Süden bildete sich ein sozialistischer Staat, der sich dem Ostblock anschloss. Im Mai 1994 vereinigten sich beide Teile zur „Republik Jemen“. Gleichwohl flammte immer wieder ein Bürgerkrieg auf, der praktisch bis heute anhält. Einer der Gründe für diesen Bürgerkrieg ist der religiöse Gegensatz zwischen den Schiiten im Norden und den Sunniten im Süden und Osten des Landes. Die Schiiten werden vom Iran, die Sunniten von Saudi-Arabien unterstützt, die auf diese Weise praktisch einen Stellvertreterkrieg führen. Aus diesem Grunde hat CF Alexander die Überschrift seines Vortrags auch mit einem „?“ versehen; in früheren Jahrhunderten galt der Jemen als „Felix = glücklich“; davon kann heute aber kaum mehr die Rede sein.

Das Land ist mit ca. 528.000 km² etwas größer als Frankreich und hat eine Bevöl-kerung von ca. 26 Millionen Menschen. Etwa 70% der Landfläche sind Wüste, nur ca. 5.500 km² werden bewässert und dadurch landwirtschaftlich genutzt. Haupt-erzeugnisse sind Hirse, Mais, Früchte, Gemüse, Kaffee und Qat (dessen Blätter als Rauschmittel gekaut werden). Auf ca. 50% der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche wird Qat angebaut, weil der Erlös hierfür um ein Vielfaches höher liegt als für alle anderen Feldfürchte.

Nach dieser Einführung zeigte Alexander Fotos einer Rundreise, die seine Frau Margarethe und er im Jahre 2005 durch den Jemen gemacht hatten. In einer Gruppe von 20 Touristen waren sie mit fünf Land-Cruisern zwei Wochen durch das Land gefahren und hatten zahlreiche Städte und sonstige Sehenswürdigkeiten angesteuert. – Die Hauptstadt des Landes ist Sana‘a mit ca. 2,5 Mio Einwohnern. Die Stadt liegt etwa 2.000 m hoch. Die Altstadt ist Weltkulturerbe. Hier stehen mehrstöckige, 20 bis 50 m hohe Häuser, die sämtlich aus Lehm gefertigt sind. Zu sehen waren wunderschöne Hausfassaden mit Stuckverzierungen, schönen Fenstern und Türen. – In der heute weitgehend verlassenen Stadt Mar‘ib stehen noch diverse, etwa 2400 Jahre alte Tempel. Im Jahre 2005 war auch ein aus dem 8. Jahrhundert vor Christus stammender Staudamm noch erhalten, dessen Staumauer 600 m lang und 200 m hoch war; das gestaute Wasser diente zur Bewässerung weiter Landstriche; dieser Staudamm ist in den kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten Jahre allerdings zerstört worden. – Es folgten Fotos aus dem Hadramaut-Wadi. Dies ist ein tief eingeschnittenes, breites Flusstal, das relativ dicht besiedelt ist; in großen Plantagen gedeihen hier Dattelpalmen. – Zum Weltkulturerbe gehört auch die weitere Stadt Shibam. Hier stehen ebenfalls hohe Wohnhäuser aus Lehm, daneben aber auch Häuser aus Naturstein, deren Wände aber ohne jeden Mörtel gebaut sind.

Beeindruckend waren auch die über den gesamten Vortrag verteilten Fotos von Menschen des Landes, so z. B. Händler und Käufer im Suq, aus den Fenstern schauende Kinder oder stolz posierende Jungen/Männer mit dem im Lande obligaten Krummdolch im Gürtel.

Langanhaltender Beifall dankte Alexander und Margarethe  für diesen informativen und beeindruckenden Vortrag zu einem uns allen weitgehend fremden Land.