Besuch und Spende: Ballettzentrum Dortmund

Seit der Spielzeit 2007/08 ist das Ballett fester Bestandteil des Theaters Dortmund. Als Ballettchef kam bereits Xin Peng Wang, ab 2004 Tobias Ehinger als Ballettmanager und 2011 Dr. Christian Baier als Ballett-Dramaturg. 2009 wurde mit Unterstützung der RWE das „Ballettzentrum Dortmund“ am Westfalenpark  für die Ausbildug und Vorbereitungen insbesondere des Nachwuchses gegründet. Wichtig ist die seit 2001 durchgedühre „Internationale Sommerakademie“ mit  internationalen Tanzrachkräften.

Besonders bemerkenswert stellte der Vorsitzende der „Ballettfreunde Dortmunds“,  Dr. Michael Brenscheidt

Foto: B. Stöß

das 2014 ins Leben gerufene „NRW Juniorenballet“, in dem aus 2000 Berwerbungen jährlich 12 junge Menschen nach einem Studium ausgewählt werden. Diesen werden die Möglichkeiten geboten, Berufserfahrungen und Bühnenpraxis unter international bekannten Künstlern zu sammeln.

Dem PROBUS Club Dortmund wurden Vorführungen einzelner Tänzer und Paarre und Proben verschiederner Choreographien im Tanzstudio des Zentrums gezeigt.

Für den Vortrag und die Aufführungen bedankte sich der Präsident F. Peter Schmitz bei Dr. Brenscheidt mit einer Spende in Höhe von 1.000 € für das NRW Juniorenballett.

Exkursion

Exkursion: Besuch der Museumsinsel Hombroich

Gegen 11 Uhr trafen wir im Eingangsbereich der Museumsinsel den sehr kompetenten Herrn Stittgen, der aber Wert darauf legte, kein Führer sondern ein Kunsterklärer zu sein.

Der Initiator der Museumsinsel, Karl-Heinrich Müller, war schon als Kind von der Kunst begeistert, doch widmete er sich zunächst dem Vermögensaufbau als Immobilienmakler und seiner privaten Sammelleidenschaft ehe er 1987 das Museum als Stiftung gründete. Verwirklicht wurde ein Ensemble aus Landschaft, Architektur und Kunst in Anlehnung des Mottos von Paul Cézanne „Kunst parallel zur Natur“ und an den Garten in Giverny.

Aus dem verwilderten historischen Park von 1816, der eigentlichen Insel Hombroich und dem angrenzendem Ackerland gestaltete der Gartenarchitekt Bernhard Korte eine für den Niederrhein typische aber außergewöhnlich schöne Park- und Auenlandschaft, in Balance von Naturbelassenheit und pflegendem Eingriff.

Der Bildhauer Erwin Heerich entwarf zehn begehbare Skulpturen, die von dem Architekten Hermann Müller ausgeführt wurden. In ihnen ist die Kunstsammlung des Stifters zu sehen ist, die nach dessen Willen auch in dieser Form bestehen bleiben soll.

Das Ausstellungskonzept folgt der Konzeption des Malers Gotthard Graubner, der im Gegensatz zur gängigen Museumspraxis die Exponate nicht chronologisch oder nach Stilrichtungen anordnet, sondern immer wieder Kunstgegenstände aus zwei Jahrtausenden gegenüberstellt und so mitein¬ander in Dialog treten lässt. So kontrastieren z.B. Skulpturen aus dem frühen China oder der Khmer zu Werken von Hans Arp, Paul Cèzanne, Eduardo Challida, Lovis Corinth, Alexander Calder, Ives Klein, Gustav Klimt, Henri Matisse und anderen Künstlern.

Grundsätzlich wird auf jeden aufklärenden Hinweis verzichtet. Der Zuschauer soll die Kunstwerke intuitiv auf sich wirken lassen. Das ist für manche nicht so einfach, da man doch das Zuordnen gewohnt ist und sich dafür seine gedanklichen Kästchen geschaffen hat.

Wir konnten aus Zeitgründen nicht alle Skulpturen besuchen.

Der erste Bau „Turm“ besticht durch seine Akustik, obwohl diese nicht im Vordergrund stand, sondern die Realisierung viereckiger Formate. Im Pavillion „Labyrinth“ ließen wir die unterschiedlichen Kunstwerke auf uns einwirken. Danach durchschritten wir die Grenze zur eigentlichen, parkähnlich bewaldeten Insel, genossen dort im „Graubner-Pavillion“ die Wirkung der unterschiedlichen Materialien Glas und Beton im Kreis.

Schließlich gelangten wir zur Werkstatt und den Werken des Künstlers Karl-Heinz Herzfeld, bekannt und berühmt unter dem Namen „Anatol“. Das Gelände seiner Werkstatt und seiner Kunstwerke wie z.B. „Steinringe“, „Arbeitszeit Kirche“ oder „Parlament“ sind eine Schenkung des Stifters an Anatol.

Nach diesem rund dreistündigen Rundgang stärkten wir uns in der Cafeteria (Speisen und Getränke sind im Eintrittspreis enthalten).

Näheres unter: www.inselhombroich.de

Vortrag

Reisebericht: Mit dem Postschiff in das Hochgebirge Norwegens

CF Toni Kränzle, der uns schon öfter mit seinen Vorträgen über die von ihm und seiner Bekannten Gertrud Piper erlebten Reisen hat teilnehmen lassen, zeigte in seinem heutigen Vortrag Bilder der mit dem Postschiff Nordlys der Reederei Hurtigruten von Kirkenes nach Bergen führenden Reise.

 Zu Beginn seines Vortrags gab er einen Überblick über Land, Leute und Geschichte Norwegens.

Erster Höhepunkt der Reise war der Landausflug bei bestem Wetter von Honningsvag zum Nordkap. Das Nordkap ist ein 307 Meter steil aus dem Arktischen Ozean emporragendes Plateau. Auf einem Foto vom GlobusDenkmal konnten wir sehen, dass die Reisenden tatsächlich den nördlichsten Punkt des europäischen Festlands erreicht hatten. Von hier sind es nur noch rd. 2.100 km bis zum Nordpol.

Bei der Weiterfahrt gab es eine besondere touristische Attraktion. Der Kapitän bog vom Raffsund in den an der Mündung nur 100 m breiten Trollfjord ein. Hier stehen die Felswände so eng, dass man sie fast mit den Händen greifen kann. Der Kapitän musste alle Kunst aufwenden, um das Schiff nach mehreren km Fahrt wieder zu wenden.

Wahrzeichen Tromsos, das nächste Ziel, ist die bekannte Eismeerkathedrale. Das weiße Gebäude sieht wie die Eiszacken eines Eisbergs aus, Hier gab es ein Mitternachtskonzert, bei dem die Gäste bei flackerndem Kerzenschein norwegische Volksmusik und selbstverständlich auch Edvard Grieg hörten.

Natürlich wurde auch die Inselwelt der Lofoten besucht. Schroffe Bergformationen und malerische Fischerorte ziehen die Besucher an. Hier liegen die weltweit größten Fanggründe für Kabeljau. Der berühmte Stockfisch wird nach ganz Europa, insbesondere aber nach Italien verkauft.

Trondheim war Norwegens erste Hauptstadt. Sie wurde schon um 997 vom Wikinger-König Olav Tryggvason gegründet. Hier wartete der mittelalterlichen Nidaros-Dom, die eindrucksvolle Krönungskirche der Norweger, auf die Besucher,

Die Reise endete in Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens. Sie ist international geprägt, hat aber mit dem Hanseviertel Bryggen ihr historisches Erbe bewahrt. Hier stehen die ehemaligen Handelskontore der Hanse. Sie sind die bedeutendste historische Sehenswürdigkeit Bergens und als Weltkulturerbe anerkannt.

Hier endete mit der Reise auch der Vortrag.

Vortrag

Erlebnisreise durch Myan Mar

CF Hartmut Becker berichtete über seine zwölftägige Bus- und Flugreise, die er zusammen mit seiner Frau Elfie im Frühjahr 2017 unternommen hatte.                  Zunächst gab er uns einige allgemeine Informationen über das Land und seine Bewohner.

Myan Mar, früher Burma, ist etwa doppelt so groß wie Deutschland, hat ca. 60 Mio. Einwohner und gilt als das ärmste Land Südostasiens. Hier leben 152 Volksgruppen, von denen aber die drei größten mit etwa siebzig und zweimal zehn Prozent den Löwenanteil ausmachen.

Myan Mar war ein Königreich mit einer langen Geschichte, wurde aber im 19. Jahrhundert nach und nach von den Briten erobert und dem Kaiserreich Britisch-Indien zugeschlagen. Der letzte König musste1886 abdanken.

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs und der Besetzung durch die Japaner errang das Land sehr schnell auf friedlichem Wege seine Unabhängigkeit. Ein besonderes Verdienst daran hatte General Aung San, der Vater der Friedensnobelpreisträgerin und heutigen De-fakto-Ministerpräsidentin Aung San Suu Kyi. Seit 1962 ist Myan Mar eine Militärdiktatur, seit einigen Jahren mit einer durch  freie Wahlen an die Macht gekommenen Regierung. Den größten Einfluss haben aus dem Hintergrund heraus immer noch die Generäle.

Vorherrschende Religion des Landes ist der Buddhismus.

Ausgangspunkt der Rundreise war Bangkok(Thailand). Mit dem Bus ging es nach Norden durch das goldene Dreieck, ein Hauptanbaugebiet für Schlafmohn, den Ausgangsstoff zur Herstellung von Opiaten, über Chieng-Mei (Thailand) nach Tachilek (Myan Mar), von dort weiter mit dem Flugzeug nach Herho am Inle-See.

Dieser See und die ihn umgebende Berglandschaft sind einer der touristischen Höhepunkte des Landes, was uns mit vielen sehr guten Fotos bewiesen wurde.

Im Wasser stehende Pfahlbauten dienen vielen Menschen zur Unterkunft. Sie sehen sehr malerisch aus, wie aber mögen die hygienischen Verhältnisse beschaffen sein? Auf dem See sah man sogenannte Einbeinruderer. Das sind Fischer, die am Heck ihres Bootes auf einem Bein stehen und mit dem anderen Bein ein Ruder betätigen; die Hände haben sie dann frei, um ein Angelgerät zu bedienen oder mit Fischernetzen zu hantieren.

Der See ist sehr stark mit Wasserkastanie verunkrautet. Zum Teil haben sich aus verrotteten Pflanzen schwimmende Humusschichten, die sogenannten schwimmenden Gärten, gebildet, die von den Einheimischen zum Anbau von Tomaten und anderen Gemüsen genutzt werden. Das ist sehr einträglich, denn das günstige Klima gestattet drei Ernten im Jahr.

Wie vielfach in Südostasien ist auch hier das Kauen von Betel üblich; wir sahen Bilder von einem Händler, der die Zutaten durch Einwickeln in ein Blatt zu mundgerechten Stücken formte und dem Publikum feilbot.

Eine besondere, hoffentlich bald aussterbende Kuriosität zeigten Fotos einiger „Langhals­frauen“. Das sind Damen, die mittels einer zunehmenden Zahl von um den Hals gelegten Metallringen nicht etwa diesen verlängern, sondern die Schultern herunterdrücken, was rein optisch einen besonders langen Hals vortäuscht.

Als eine weitere Besonderheit sahen wir die Herstellung von Lotosseide. Hier werden in mühsamer Handarbeit etwa einen Meter lange, sehr dünne Fasern aus Lotosstengeln herauspräpariert und zu einem Faden gesponnen. Die daraus dann gewebten Stoffe sind sehr selten und sehr teuer. Da die Fasern luftgefüllte Hohlräume enthalten, sind sie ein guter Wärmeisolator und eignen sich sehr gut zum Schutz sowohl vor Kälte als auch vor Hitze.

In einer prächtigen Pagode waren viele Standbilder zu sehen, die schon seit Jahrhunderten von den Gläubigen mit Blattgoldfolien beklebt werden, was sich sicher im Laufe der Zeit auf mehrere Kilo Gold pro Statue aufsummiert hat. Dieser verschwenderische Umgang mit Gold ist bei allen Pagoden des Landes und auch bei den Begräbnisstätten, den Stupas, zu finden. Fast die gesamte Goldproduktion von Myan Mar wird so verbraucht.

Weiter ging es mit dem Bus nach Mandalay. Die Beschaffenheit der Straßen  ist noch weit entfernt von der Qualität der thailändischen. Der Verkehr ist gering, man sieht viele exotische, nach Eigenbau aussehende Lastfahrzeuge, aber auch von einfachen Karren, die von Rindern gezogen werden. Abseits der Straße sah man gelegentlich Elefanten im Arbeitseinsatz.

Mandalay ist etwa 200 Jahre alt und wurde von den letzten Königen als Residenz- und Hauptstadt gebaut. Es gibt noch einen aus Teakholz gebauten Königspalast, der heute als Kloster dient. Sehr berühmt sind die ca. 700 Pagoden, die mit Marmortafeln ausgestattet sind, in die man buddhistische Texte eingemeißelt hat.

Bemerkenswert ist eine aus Teakholz gebaute 1200 m lange Fußgängerbrücke über den Irawaddy-Fluß, die im wesentlichen den Touristen zur Beobachtung des Sonnenuntergangs dient.

Auf diesem Fluss wurde die Reise per Schiff fortgesetzt. Das Ziel war Bagan, vor etwa 1000 Jahren Landeshauptstadt. Um 1300 wurde die Stadt von den Mongolen zerstört, heute leben hier etwa 3000 Einwohner. In der ehemaligen Innenstadt, heute unbewohnt, gibt es eine große Zahl von Pagoden und Stupas, die von einem Aussichtpunkt auf einem Tempeldach aus besonders bei Sonnenuntergang einen einmaligen Anblick bieten.

In Bagan konnte man viele Mönche in ihren charakteristischen orangefarbenen Gewändern sehen. Die Mönche leben ausschließlich von Spenden und Geschenken. Es ist eine besondere Ehre, wenn der Mönch das Geschenk annimmt. Meist sind sie hochgebildet und arbeiten als Lehrer.

Der letzte Abschnitt der Reise führte per Flugzeug von Bagan nach Rangun, die frühere Hauptstadt von Myan Mar, mit ca. 5 Mio. Einwohnern die mit Abstand größte Stadt des Landes. Auf den ersten Blick sieht Rangun aus wie jede andere Großstadt in Südostasien mit vielen modernen Hochhäusern. Es gibt aber auch noch viele Gebäude mit bis zu sechs Stockwerken, vermutlich aus der Kolonialzeit, die sich dadurch auszeichnen, dass die elektrischen Versorgungskabel in einem undurchschaubaren Gewirr außen an den Gebäuden hängen. Vermutlich wurden sie vor Einführung der Elektrizität gebaut,

Auffallend ist der für die Größe der Stadt verhältnismäßig geringe Straßenverkehr, denn Mopeds und Tuktuks sind hier verboten. Man sieht viele Fahrräder, die mit z. T. aben­teuerlichen Konstruktionen auch zum Transport größerer Lasten benutzt werden.

Mitten in der Stadt gibt es den in einem schönen Park gelegenen „Royal Lake“, in dessen Nähe man neben einem nicht ganz billigen Luxusrestaurant auch die berühmte überaus prächtige Shwedagon-Pagode findet, ein letzter Höhepunkt der Reise. Sie enthält für jeden Wochentag eine spezielle Gebetsecke, denn für den gläubigen Buddhisten ist es vorteilhaft, an der Stelle zu beten, die zu seinem Geburtswochentag passt. In dem Tempelbezirk gibt es wieder viele reich mit Gold überladene Stupas. Die prächtigste und größte Stupa soll viele Tonnen Gold enthalten, an ihrer Spitze befindet sich ein 76karätiger Diamant.

Dieser sehr interessante Vortrag wurde mit einem Foto einer A380 der Emirates Airline beendet, mit der man den Heimflug antrat.

Exkursion

Exkursion nach Maria-Laach

Der strahlende Himmel schon auf der Hinfahrt im als solcher auch äußerlich erkenn-baren (Schülergesichter mit cap and gown) Schulbus der Internationalen Schule Neuss verhieß beste Voraussetzungen für den Ausflug in die Eifel.

In Maria-Laach angekommen wurden wir zunächst von Herrn Alter, seines Zeichens Gärtner, zuständig für Topfpflanzen und Kräuter, und einer von zwei Pflanzendoktoren, durch die Kloster-Gärtnerei geführt. Er klärte uns Aufgaben und Inhalt der Klo­stergärtnerei und legte besonderen Wert auf die Pelargonien-Sammlung, mit der die Gärtnerei sich arterhaltenden – es gibt rd. 280 Arten,  in der Gärtnerei rd. 100 Arten und Sorten – Aufgaben widmet. Besondere Aufmerksamkeit galt dem Pelargonium sidoidis, aus deren Wurzel Umkaloabo, das Mittel gegen Erkältung,  gewonnen wird.

Nach einem vorzüglichen Mittagessen im Seehotel schauten wir uns im Klosterforum den Film „Unter der Führung des Evangeliums“ an, der uns in 20 Minuten in die Welt des Klosters einführte.

Anschließend nahm uns Bruder Elias auf einen Gang durch die Klosteranlage mit. Zunächst führte er uns in der Johannes-Kapelle in die Geschichte und Baugeschichte des Klosters ein. Die Johannes-Kapelle war zur Zeit der Jesuiten Klosterpforte und wird heute genutzt u.a. für Taufen. Bemerkenswert die Fenster von Georg Meistermann und Ausstattungsstücke von Ewald Mataré.

Das Kloster wurde 1093 von Pfalzgraf Heinrich II von Laach gegründet. 1802 wurde es unter Napoleon aufgehoben und von den Franzosen in Besitz genommen, 1820 vom preußischen Regierungspräsidenten in Trier,  Daniel Heinrich Delius, samt See und Ländereien als Gutshof erworben. 1863 errichtete hier die deutsche Jesuitenprovinz ihr Collegium Maximum. Im Rahmen des Kulturkampfes mussten die Jesuiten 1872 das Kloster aufgeben. 1892 erfolgte die Wiederbesiedlung durch Benediktinermönche aus der Erzabtei Beuron.

Bruder Elias führte uns zum Schluss seiner Führung in die sog. Jesuiten-Bibliothek, die aus den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts stammt, der Zeit, als die Jesuiten in Maria Laach waren. Die Buchregale befinden sich in Holzgalerien auf drei Stockwerken, die durch eine gusseiserne Wendeltreppe in der Mitte des Raums erschlossen werden. Die Bibliothek wurde 2015 renoviert und wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt.

Durch einen Teil des ehemaligen Kreuzgangs ging es in die romanische Abteikirche, in der Bruder Elias uns verließ, weil Führungen dort grundsätzlich nicht stattfinden, um die Gläubigen nicht in ihrer Andacht zu stören.

Bis zur Abfahrt des Busses gab es noch Gelegenheit, in der Buch- und Kunsthandlung des Klosters zu stöbern.

Exkursion

Exkursion: Besuch des WDR Düsseldorf

Wir trafen uns gegen 10:00 Uhr im Eingangsbereich des WDR-Studios Düsseldorf. Das Gebäude liegt gegenüber dem Fernsehturm im Medienhafen. Sein Portal wurde in Anlehnung an den Volksempfänger aus den frühen Tagen des Rundfunks gestaltet (Architekt Christoph Parade). Der Vormittag begann mit einer Führung durch die Fernseh- und Rundfunkstudios. Anschließend sahen wir im Sitzungssaal einen kurzen Informationsfilm über die Arbeit im Funkhaus Düsseldorf.  Zum Abschluss des Besuchs trafen wir die Redakteurin Julia von Cube. Sie erläuterte Ihre Aufgaben und gab uns Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Das WDR Studio Düsseldorf ist für die Berichterstattung aus den Städten und Gemeinden der Regionen Niederrhein und Niederbergisches Land mit den Städten Krefeld, Mönchengladbach, Viersen, Neuss, Düsseldorf, Langenfeld und Mettmann zuständig. In einem Studio in Duisburg werden Berichte über den Niederrhein erstellt, die in Düsseldorf ausgestrahlt werden.

Für das WDR Fernsehen werden die Nachrichtensendungen Aktuelle Stunde und WDR aktuell, das landespolitische Magazin Westpol und die Lokalzeit mit dem Regional­programm aus Düsseldorf produziert.

Für den WDR Hörfunk wird die Sendung Westblick mit dem Schwerpunkt Landespolitik aufgenommen. Das Studio nimmt am Programmaustausch der ARD teil und erstellt entsprechende Beiträge.

Wir besuchten zunächst das Studio, in dem die Lokalzeit produziert wird. Der kleine Raum hat 30 bis 40 Scheinwerfer, die den Redakteur und seine Gäste in das richtige Licht setzen. Dazu kommen drei Kameras (Kosten je 150.000 €). Davon ist eine jeweils auf den Moderator, die zweite auf seinen Gast und die dritte auf beide gerichtet. Das größere Studio für die Nachrichtensendungen (aktuelle Stunde, WDR aktuell) sahen wir von der Zuschauertribüne. Von oben blickten wir auf ein Gewirr von Scheinwerfern und Kabeln. In dem Hörfunkstudio, das wir besuchten, lernten wir, dass die früher übliche Trennung zwischen Radiostudio und Sprecherraum heute nicht mehr die Regel ist. Das Funkhaus Düsseldorf besitzt nur noch ein solches Studio und dazu zwei autarke Studios, in denen beide Funktionen zusammengefasst sind.

Julia von Cube, mit der wir anschließend diskutierten, lebt in Neuss und ist seit 2008 für den WDR unterwegs. Sie hat in Bonn, Paris und Boston studiert und auch dort Auf­gaben für den WDR übernommen. Ihre gegenwärtige Aufgabe: Den WDR auf YouTube zu präsentieren. Grund: Viele junge Leute sehen kein Fernsehen mehr. Der WDR muss ihnen deshalb zu den sozialen Medien folgen, weil die Beiträge dort ihre Meinungs­bildung bestimmen. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf den bei YouTube zu sehenden Filmbeitrag des WDR (#WDR360) „Ärger bei Foodora – Ein Fahrer zieht vor Gericht.“ (https://www.youtube.com/watch?v=2mnb-p7zVvM ).

Nach dem Mittagessen in der Trattoria Zollhof zeigte uns unser Präsident den Medien­hafen. Auch die meisten Düsseldorfer wissen nicht, wie sehr sich dieses Viertel verändert hat und wann welches Gebäude das Hafengelände neu geprägt hat. Vor 1980 gab es zwischen Hammer Straße und Hafenbecken A weder den Landtag, noch den Rheinturm, weder das Stadttor, noch den Bilker Rheinpark, vom WDR-Gebäude, Gehrys Neuem Zollhof und all den anderen spektakulären Bauwerken ganz zu schweigen. 

 

 

Vortrag

Vortrag: Digitalisierung, Evolution oder Revolution?

Der Referent des heutigen Vortrags, Markus Gutenberg, ist Inhaber der Steuerberater­sozietät Markus Gutenberg in Neuss, Mitglied im Vorstand der Steuerberaterkammer Düsseldorf und Aufsichtsrat bei der DATEV, dem führenden Softwarehaus und IT-Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte. Aufgrund seiner Tätigkeit besitzt er umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen im IT- und EDV-Bereich.

Als der Referent zum Beginn seines Vortrages das Thema und den Halbsatz „Papier war gestern“ ergänzen wollte, wurde darauf hingewiesen, dass  nach den Erfahrungen in der Papierindustrie die zunehmende Datenverarbeitung den Papierverbrauch sogar hat ansteigen lassen, denn alles, z.B. Mails usw. würde ausgedruckt.

Der Referent entgegnete, dass es in der Zukunft nicht dabei bleiben würde. Die Entwicklung gehe dahin – so die Grundidee seines Vortrags – die Medienlücke zu schließen, d.h. Briefe und Rechnungen werden nicht mehr auf dem Computer geschrieben, dann ausgedruckt und per Post versandt, sondern elektronisch übermittelt, am Computer gelesen und elektronisch weiterverarbeitet.

Rechnungen gehen automatisch in die Buchführung und werden nach personeller Freigabe im Internetbanking automatisch bezahlt. Das Verfahren spart Kosten, so  dass Unternehmen und Verwaltung die Entwicklung vorantreiben. Die Schwachstelle seien die Bürger, die in der Regel mangels entsprechender EDV nicht an dem papierlosen Verkehr teilnehmen können.

Allerdings werden sie dazu entsprechend erzogen. Beispiel: Elektronische Steuer-erklärung (Elster). Die Finanzverwaltung erwartet, dass die Steuerpflichtigen ihre Steuererklärung im Internet übermitteln und erschwert die Abgabe von Steuerer­klärungen per Post. Alle Unternehmenssteuererklärungen müssen elektronisch abge­­geben werden. Wer auch nur geringfügige (nebenberufliche) Gewinneinkünfte hat, muss seit 2010 seine Einkommensteuererklärung elektronisch durch Datenfern­übertragung übermitteln.

Als weiteres Beispiel nannte er den neuen Personalausweis: Dieser besitzt elektronische Funktionen, um

–       sich im Internet und an Bürgerterminals sicher und eindeutig mit dem Personalausweis identifizieren zu können,

–       digitale Dokumente – im Sinne von „Das will ich“ –  rechtsverbindlich zu unterzeichnen.

–       das Lichtbild und, wenn der Inhaber des Ausweises möchte, auch seine Fingerabdrücke, elektronisch zu speichern. Hierzu ermächtigte Behörden (etwa Polizei-, Zoll- und Grenzbehörden) können diese Daten mit speziellen Lesegeräten auslesen.

Es gab eine lebhafte Diskussion und anschließend viel Beifall für den Vortragenden.

Vortrag

Vortrag: Kulturförderung in NRW

Für den heutigen Vortrag konnten wir Staatsminister a.D. Dr. Fritz Behrens, jetzt ehrenamtlicher Präsident der Kulturstiftung NRW, gewinnen.

Zur Einführung in das Thema zeigte uns Dr. Behrens den Film „Das Unmögliche möglich machen – 25 Jahre Kulturstiftung NRW“. Neben der Schwerindustrie ist Kultur das weithin leuchtende Aushängeschild von NRW. Das Land ist nicht nur das bevölkerungsreichste Deutschlands. Diese Region ist auch eine der dichtesten und vielfältigsten Kulturlandschaften Europas. Nirgendwo sonst, auch nicht in Berlin, ist der kulturelle Reichtum so geballt und einzigartig wie in Nordrhein-Westfalen. Damit dies so bleibt, unterstützt die Kunststiftung NRW herausragende künstlerische Positionen und Projekte, insbesondere mit Bezug zu NRW. Der Film zeigte Beispiele dieser Förder­tätigkeit, vor allem aus den Bereichen Musik, Tanz, Theater und Literatur, aber natürlich auch der bildenden Kunst.

Der Referent wies ergänzend auf die NRW Stiftung hin. Während die 1989 von Johannes Rau gegründete Kunststiftung, eine Stiftung bürgerlichen Rechts, die professionelle Kunst fördert, unterstützt ihre drei Jahre ältere Schwester die ehrenamtliche Kulturarbeit.  Beide Stiftungen erhalten ihre Mittel von der Lotto­gesellschaft des Landes NRW in Münster, kurz Westlotto, die die Spielbanken des Landes betreibt.

Art. 18 Abs.1 der Landesverfassung von Nordrhein-Westfalen bestimmt: Kultur, Kunst und Wissenschaft sind durch Land und Gemeinden zu pflegen und zu fördern.

In NRW werden insgesamt jährlich rd. 1,6 Mrd. € für die Förderung von Kunst und Kultur ausgegeben. Das sind am Tag pro Kopf der Bevölkerung 88,00 €. Davon entfallen rd. 80 % auf die Kommunen und rd. 20% auf das Land. Im Haushalt des Landes sind derzeit 200 Mio. € veranschlagt. Die neue Koalition von CDU und FDP will diesen Betrag in den kommenden fünf Jahren um insgesamt 100 Mio. € aufstocken.

Die Kunst- und Kulturförderung ist nach dem Grundgesetz wie nach der Landesver­fassung NRW in erster Linie Sache der Länder und Gemeinden. Der Bund übernimmt mit rund 1,2 Milliarden Euro etwa dreizehn Prozent der Gesamtausgaben für Kunst und Kultur. Er ist dabei für kulturelle Einrichtungen und Projekte von nationaler Bedeutung zuständig und engagiert sich zudem besonders in Berlin. Seit 2013 ist die Berliner CDU-Politikerin Monika Grütters Staatsministerin für Kultur und Medien. Mit Ihrem Engagement trägt sie zur Ausweitung der Fördertätigkeit des Bundes bei.

In der anschließenden Diskussion wurden die bedeutendsten Kultureinrichtungen im Rheinkreis Neuss angesprochen, z.B. die Insel Hombroich oder die Raketenstation mit der Langen-Foundation.

Zum Abschluss des Vortrages wurde auf die Möglichkeit hingewiesen, Mitglied im Förderverein der NRW-Stiftung zu werden. Für einen Jahresbeitrag von 30 Euro für ein Einzelmitglied bzw. 35 Euro für die Familienmitgliedschaft gibt es bei mehr als 350 Museen und Ausstellungen in NRW ermäßigten oder freien Eintritt, die Möglichkeit an exklusiven Exkursionen zu den geförderten Projekten teilzunehmen und drei Mal jährlich die Zeitschrift „Die NRW-Stiftung“ mit Berichten und Hintergrundinformationen zu den geförderten Projekten portofrei ins Haus zu erhalten..

PROBUS Club Dortmund fördert junge Menschen

Dem Direktor des Sozialinstituts Kommende Dormund, Herrn Prälat Dr. Peter Klasvogt, übergab Präsident F. Peter Schmitz am 18. April eine Spende in Höhe von 2.000 €.

Mit dieser Spende wird das Engagement der Kommende für junge Menschen gefördert. Diese untersützt über die Stiftung „beneVolens“ gezielt die Persönlichkeitswentwicklung benachteiligter Jugendlichen und ihre soziale Aktivitäten.

Dr. Klasvogt stellte den Mitgliedern des PROBUS Clubs die Arbeit der Kommende vor. Es gibt den Menschen Raum, um ihre Talente zu entdecken, Selbstvertrauen zu entwickeln und Mut zum sozialen Miteinander und gesellschaftlichen Engagement zu finden. Er stellte heraus, dass die Angebote an die jungen Menschen einen Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit  und eine Investition in die Zukunft der Jugendlichen sowie unserer Gesellschaft darstellen. Die Teilnehmer bedankten sich für die ausführlichen Darstellungen und werden sich weiter mit den angeschnittenen Themen dieser beispielhaften Arbeit interessieren.

Über die Aktivitäten der Stiftung berichtet in Wort und Bild die Homepage: www.benevolens.de“.